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Mit Köpfchen zu Gold

Lea Sprunger behält ihre Nerven und hat das letzte Puzzleteil für den Erfolg gefunden.

Lea Sprunger gewinnt über 400 Meter Hürden die Goldmedaille. (Video: SRF).

Um die Leistung Lea Sprungers einzuordnen, ist der Blick zurück ein Muss. Acht Medaillen gewannen Schweizerinnen vor Berlin an Europameisterschaften – noch nie aber stand eine zuoberst auf dem Podest. Dabei ist der Erfolg Sprungers im Prinzip logisch: Die Romande ist ebenso talentiert wie ehrgeizig. Und keine Europäerin war dieses Jahr über die 400 Meter Hürden schneller als sie.

Dass sie der Favoritenrolle gerecht wurde, ist allerdings ihre grösste Leistung. Denn ihre Nerven hatten an Gross­anlässen in den letzten Jahren mehrmals versagt. Nun hat sie das fehlende Puzzleteil für den Erfolg gefunden. Weil sie die Enttäuschungen von Olympia in Rio und der Hallen-EM in Belgrad zum Anlass nahm, intensiv im mentalen Bereich zu arbeiten. Das war nicht immer einfach, aber es hat sich ausbezahlt: Sprunger liess sich von den Konkurrentinnen weder einschüchtern noch verunsichern – sie hatte nur ihre eigene Leistung im Kopf.

Der EM-Titel ist eine Genugtuung für all die Enttäuschungen der letzten Jahre und der verdiente Lohn für ihre harte Arbeit. Er wird Sprunger darin bestärken, ihren Weg hinsichtlich der Olympischen Spiele 2020 konsequent weiterzuverfolgen. Für die Schweizer Leichtathletik ist das Gold wert.

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