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Neel Jani: «Müsste dabei sein»

Der Berner Neel Jani (26) spricht darüber, weshalb er von Force India nicht zu den Formel-1-Tests in Jerez eingeladen wurde.

Trotz starker Leistungen im Simulator wurden Sie vom Formel-1-Team Force India nicht zu den Tests in Jerez Anfang Dezember eingeladen. Sind Sie frustriert? Neel Jani: Eine gewisse Enttäuschung ist vorhanden. Es hiess ja bereits verschiedentlich, ich erhalte in Jerez eine Chance im Rennauto. Offiziell war das zwar nie, doch nachdem ich im Simulator einmal die schnellste und einmal die zweitschnellste Zeit gefahren war, ging ich davon aus, die Tests bestreiten zu dürfen.

Wie begründete das Team Force India die Absage? Gründe wurden kaum genannt. Die Teamvertreter meinten einfach, sie hätten sich mit Paul di Resta und J.P.Hildebrand für zwei andere entschieden.

Denken Sie, beim Team Force India wurde nach dem Leistungsprinzip entschieden? Dazu möchte ich mich nicht äussern. Ich will jetzt auch nicht den Beleidigten spielen. Doch auf Grund der Leistungen im Simulator müsste ich eigentlich dabei sein.

Ist mit der Absage Ihr Traum von der Formel 1 ausgeträumt? So direkt möchte ich das nicht sagen. Doch es ist sicher eine gute Gelegenheit verstrichen. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich eine Türe öffnet. Doch ich muss auch realistisch sein. Es gibt in der Formel 1 viele Teams, die mit finanziellen Problemen kämpfen. Für einen Platz in einem Cockpit müsste ich über zehn Millionen Franken an Sponsorengeldern mitbringen. Diesen Betrag kann ich nicht aufbringen. Und selbst wenn ich das Geld hätte, wollte ich mich nicht einkaufen.

Die A1-GP-Serie, die Sie letzten Winter bestritten haben, findet in dieser Saison wohl nicht statt. Wo fahren Sie nächstes Jahr? Weit fortgeschritten sind die Gespräche mit dem Speedy Racing Team in der Sportwagenserie LMP1. Letzte Saison bin ich für die Equipe am 24-Stunden-Rennen in Le Mans gefahren. Ab nächstem Frühling würde ich für sie Langstreckenrennen in Europa, den USA und Asien bestreiten, Höhepunkt wäre wieder Le Mans. Die Serie ist reizvoll, und die Autos sind sehr schnell. Ein Teamkollege wäre Nicolas Prost, der Sohn von Alain Prost. Auch der Schweizer Marcel Fässler fährt für Speedy.

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