Nerventest bestanden

Der RSC Uttigen hat das Playoff-Ausscheiden in extremis abgewendet. Dank dem 3:2-Triumph nach Penaltyschiessen gegen Dornbirn bleiben die Chancen auf eine Halbfinalqualifikation intakt.

Ausgleich per Penalty: Uttigens Rui Ribeiro (links) düpiert den Dornbirner Goalie Angel Mirantes und erzielt das 2:2.

Ausgleich per Penalty: Uttigens Rui Ribeiro (links) düpiert den Dornbirner Goalie Angel Mirantes und erzielt das 2:2.

(Bild: Markus Grunder)

Die Erleichterung steht René Althaus ins Gesicht geschrieben. Lange hat der Trainer Uttigens an der Bande gelitten, das Spiel gegen Dornbirn hat viel mentale Energie gekostet. Umso breiter grinst Althaus nach der überstandenen Nervenprobe. Bei einer Niederlage wäre das Saisonende Tatsache gewesen.

Die Uttiger haben es im letzten Moment abgewendet, bleiben damit im Playoff-Viertelfinal im Rennen – und können im entscheidenden Duell in Dornbirn selbst in den Halbfinal einziehen.

Während der gesamten 50 Minuten Spielzeit in der Grüeneblätz-Halle war das Heimteam nie in Führung gelegen. In der ersten Halbzeit nutzten die Gäste aus Österreich – das nahe der Grenze beheimatete Team ist Teil der Schweizer NLA – ihre anfänglichen Vorteile aus, gingen durch den omnipräsenten Alberto Gomez in Führung.

Die Nervosität sei deutlich zu spüren gewesen, fand Trainer Althaus. Uttigen gelang aber die prompte Reaktion: Timo Schertenleib war nur zwei Minuten später ebenfalls erfolgreich. Das Geschehen verlief bald ausgeglichen, auch die Berner hatten ihre Anteile am Spiel.

Nach der Pause legte aber erneut Dornbirn vor. Der Schuss von David Rodriguez wurde abgefälscht, Goalie Roman Langenegger musste ihn unglücklicherweise passieren lassen. Mit der Antwort taten sich die Aaretaler diesmal schwerer. Zwar setzten sie die Österreicher zeitweise derart unter Druck, dass die Situation an ein Powerplay erinnerte, liessen im Abschluss aber die Konsequenz vermissen.

Auch zwei Strafstösse liessen die Gastgeber zunächst ungenutzt. Mit Fabian Althaus fehlte dem Heimteam am Samstag allerdings der angestammte Penaltyschütze. Es bedurfte einer dritten solchen Möglichkeit, um zum Torerfolg zu kommen: Rui Ribeiro erzielte den sehenswerten Ausgleichstreffer zum 2:2. Im Anschluss war Uttigen dem Siegestor näher, ein Tor gelang aber nicht mehr.

Im Penaltyschiessen gerieten die Berner zunächst wieder in Rücklage. Nach je zwei Schützen lag der Vorteil aufseiten der Österreicher. Doch dann parierte Uttigens Goalie Langenegger die beiden folgenden Schüsse, während seine Teamkollegen trafen. Letztlich machte Remo Niederhauser mit seinem Treffer den Sieg dingfest.

Der Vorteil der Equipe von René Althaus ist die Ausgeglichenheit. «Wenn wir komplett sind, habe ich sieben gleichwertige Feldspieler zur Verfügung», sagt der Trainer. Dornbirn ist dagegen deutlicher auf seine ausländischen Kräfte angewiesen.

Im entscheidenden dritten Spiel geniesst der Qualifikationsvierte aber wieder Heimvorteil – die Halle in Dornbirn gehört nicht zu den bevorzugten der Uttiger. «Die Piste dort ist deutlich kürzer als unsere. Ausserdem ist der Boden nicht ganz eben und deshalb schwierig zu bespielen», hält Althaus fest. Uttigen verlor den Playoff-Auftakt mit 2:5.

Althaus weiss aber: «wenn bei uns alles zusammenpasst, ist kein Gegner zu stark.» Dass das auch in Dornbirn klappen kann, haben die Aaretaler in der Qualifikation bewiesen, als ein 6:1-Sieg resultiert hatte. Das finale Spiel um den Halbfinaleinzug findet am Samstag, 22. April, statt.

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