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Nur ein Team war spitze

Höchstetten hat das Spitzenspiel im Hornussen gegen Wäseli mit 108 Punkten Differenz ­gewonnen und damit für Spannung im Kampf um den Meistertitel gesorgt. Das Heimteam spielte sein grösseres Schlagpotenzial aus.

Der Beste: Auch im Spitzenspiel gegen Wäseli schlug keiner weiter als Simon Erni, der eidgenössische Schlägerkönig von 2015.
Der Beste: Auch im Spitzenspiel gegen Wäseli schlug keiner weiter als Simon Erni, der eidgenössische Schlägerkönig von 2015.
Marcel Bieri

Eine bessere Affiche gibt es nicht im Hornussen. Höchstetten trifft auf Wäseli, die beiden besten Teams spielen gegeneinander. Auf der einen Seite steht die Mannschaft aus dem oberaar­gauisch-emmentalischen Grenzgebiet, die im letzten Jahrzehnt eine führende Rolle eingenommen hat. Unter dem ehemaligen Präsidenten Hansruedi Kummer wurde zuvor der Weg aus der 1. Liga an die Spitze angetreten.

Stets war eine gute Basis an eigenen Hornussern vorhanden, dazu wurde das Team mit starken Externen verstärkt. Ehrgeizige Spieler aus anderen Gesellschaften im Raum Emmental/Oberaargau/Solothurn wechseln nach Höchstetten, um höhere Ziele anstreben können. Als zusammengewürfelte Equipe wirkt das Team trotzdem nicht; die Hornussergesellschaft ist im Dorf mit 270 Einwohnern nach wie vor sehr gut verankert.

Auf der anderen Seite steht mit Wäseli eine Mannschaft, die seit der Einführung der Meisterschaft 1993 zu den Spitzenteams gehört. 2016 konnte die Equipe aus der Mittelländer Gemeinde Vechigen den zehnten Titelgewinn feiern. Wäseli reist aus der vorteilhafteren Position nach Höchstetten. Der Gegner hat Ende April gegen Recherswil-Kriegstetten eine Nummer kassiert. Mit einem Sieg hätten die Vechiger eine so grosse Differenz zur Konkurrenz schaffen können, dass die Meisterschaft wohl vorentschieden gewesen wäre. Doch es kommt anders. Der Kampf um den Titel 2017 ist ­wieder spannend.

Vom Potenzial der Einzelschläger her ist Höchstetten etwas besser besetzt als Wäseli. «Wenn beide Teams gleich gut spielen, gewinnen wir mit etwa 20 Punkten Vorsprung», sagt Höchstettens Mannschaftsführer Michael Kummer. Beim Spitzenspiel am Samstag ist der Unterschied viel deutlicher. Die Gastgeber legen eine Differenz von 108 Zählern zwischen sich und die Gegner. Nur ein Hornusser bleibt unter seinen Möglichkeiten.

Nur der Funk geht nicht

Das Einzige, was an diesem Nachmittag bei Höchstetten nicht funktioniert, ist die Funkverbindung zwischen dem Spielfeld und der Hornusserhütte. So ist es dem Schreiber nicht möglich, die letzten Schlagresultate auf die Tafel zu übertragen. Ein grosses Problem ist dies nicht, steht doch der Sieg von Höchstetten zu diesem Zeitpunkt praktisch schon fest. In Gefahr, eine Nummer einzukassieren, gerät das Heimteam auch nicht. Ein kurzer Streich von Wäselis Matthias Sieber fliegt in den 8-Punkte-Sektor, kann aber problemlos abgetan werden. «Der Nouss flog nicht schnell und veränderte seine Flugbahn nicht. So war es nicht schwierig, ihn abzufangen», sagt Kummer.

Das Spiel ist schnell analysiert. «Mit einer solchen Differenz habe ich nicht gerechnet», sagt Kummer. «Wir haben sehr gut ­gespielt.» Bei Wäseli ist man sich bewusst, dass man sein Leistungsvermögen nicht ausgeschöpft hat. «Gegen Höchstetten muss man dies tun, und das ist uns nicht gelungen», sagt Mannschaftsführer Urs Schüpbach.

Sein Team hat jetzt in der Meisterschaft nur noch 1 Punkt Vorsprung. Der Kampf um den Titel bleibt spannend. Höchstetten hat an diesem Tag gezeigt, dass es dem Kontrahenten in ­diesem Jahr nicht wieder den Vorteil lassen will.

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