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Punkt für Punkt: Das sind die neuen Regeln

Sebastian Coe freute der wegweisende Beschluss. Der Präsident von World Athletics gehörte gestern schliesslich zu den Befürwortern der neuen Regeln für Laufschuhe. Der Verband musste handeln, weil Nike 2016 ein Modell lancierte, das allein den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen konnte. Die wichtigsten Regeln, die World Athletics nun erlassen hat:

  • Damit können Nikes Konkurrenten – sofern sie den weiteren Auflagen genügen – nachlegen. Und abgesehen von Eliud Kipchoges Prototyp, den der Marathon-Weltrekordhalter bei einem Spezialrennen im letzten Herbst anhatte, sind alle Nike-Schnellermacher erlaubt.
  • Schuhe werden für unbestimmte Zeit verboten, deren Sohlen dicker als 40 mm sind. Kipchoge profitierte bei seinem Superlauf in unter zwei Stunden von einem Modell mit einer Dicke jenseits von 40 mm. Die Maximalhöhe wiederum erlaubt den Produzenten einen Spielraum für Innovation.
  • Schuhe dürfen nur eine Platte in der Sohle haben. Ist sie zweigeteilt, dürfen diese Teile nicht übereinander liegen. Das neuste Modell von Kipchoge verstiess gegen diese Regeln.
  • Schuhe können nach dem Wettkampf kontrolliert werden.
  • Weil unklar ist, welchen Einfluss die einzelnen Komponenten in den Nike-Schuhen haben, soll dies erforscht werden.

Diese Regeln führt World Athletics ein, weil Nike ein Innovationscoup mit seinen Schuhen gelang: die Laufökonomie so zu ver­bessern, dass Ausnahmekönner wie Kipchoge länger schnell laufen können. Sie brauchen bei gleichem Tempo weniger Energie als mit anderen Modellen.

Nur: Nikes Konkurrenten verfügten bislang nicht über gleichwertiges Material, weshalb sämtliche Athleten anderer Marken benachteiligt sind. Auch ­darum gingen 31 der 36 Top-3-Plätze der grössten sechs Marathons vom letzten Jahr an Nike-Athleten. (cb)

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