Schweizerinnen überraschen zweimal

Das Duo Heidrich/Vergé-Dépré steht an der Beachvolley-EM in Moskau im Halbfinal.

Ein unerwartetes Erfolgsduo: Joana Heidrich (links) und Anouk Vergé-Dépré. Foto: Keystone

Ein unerwartetes Erfolgsduo: Joana Heidrich (links) und Anouk Vergé-Dépré. Foto: Keystone

Der gestrige Tag endete an der EM in Moskau aus Schweizer Optik so, wie er begonnen hatte: mit einer Überraschung. Im Viertelfinal konnten sich Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré gegen die Tschechinnen Kvapilova/Kubickova mit 21:15, 18:21, 15:13 durchsetzen. Damit spielen die Klotenerin und die Bernerin heute um 11 Uhr gegen Wojtasik/Kociolek (POL) um den Finaleinzug.

Dass Heidrich/Vergé-Dépré in Moskau für die Schweizer Ehrenmeldung sorgen, konnte nicht unbedingt erwartet werden. Die Saison der beiden begann wegen Heidrichs Rückenverletzung erst im Januar, entsprechend bekundeten sie öfters Mühe. In Moskau scheint das Duo nun langsam wieder an sein früheres Niveau heranzukommen.

Der Höhenflug ist zu Ende

Für eine Überraschung der negativen Art sorgten derweil Nina Betschart und Tanja Hüberli. Gestern endete ihr Höhenflug, der sie zu zwei 4. Plätzen an der WM und am 5-Sterne-Turnier in Gstaad sowie dem Viertelfinal-Einzug in Wien geführt hatte, ziemlich abrupt. Als Gruppendritte mussten sie bereits den Sechzehntelfinal bestreiten – und unterlagen dort überraschend den Österreicherinnen Schützenhöfer/Plesiutschnig 20:22, 21:19, 13:15. Das frühe Out ist gewiss eine Enttäuschung. Schliesslich waren die beiden als bestes europäisches Team in der Weltrangliste als Topfavoritinnen nach Moskau gereist. «Aber das Turnier lief von Anfang an nicht einfach für sie», hält Nationaltrainer Christoph Dieckmann fest. Der ehemalige Spitzen-Beachvolleyballer ist zwar ebenfalls enttäuscht, aber nicht unbedingt überrascht. Die letzten Turniere hätten die beiden Spielerinnen viel Kraft gekostet, vor allem im mentalen Bereich.

Neben Betschart/Hüberli ging die EM gestern auch für Adrian Heidrich/Mirco Gerson und Nico Beeler/Marco Krattiger zu Ende. Wobei sich Erstere in der ersten K.-o.-Runde noch durchgesetzt hatten, ehe sie im Achtelfinal – wie schon im Viertelfinal in Wien – auf Anders Mol und Christian Sörum trafen. Gegen die Norweger, das derzeit beste Team der Welt, resultierte eine 14:21, 24:26-Niederlage.

mob

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