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So geht Schwertkampf wie im Mittelalter

Unsere Autorin hat ein Ziel: kämpfen, wie es einst auch Jeanne d’Arc tat. Am Schluss fühlt sie sich eher wie ein geprügelter Hund.

«Niemand tötet uns, ausser wir selbst» – so der neue Leitspruch unserer Autorin.

«Niemand tötet uns, ausser wir selbst» – so der neue Leitspruch unserer Autorin.

(Bild: Samuel Schalch)

Sarah Fluck@sa_fluck

Es begann als langweilige Gymi-Lektüre. Doch als Schiller diese löwenherzge Jungfrau, Johanna von Orléans, in den Kampf gegen die Engländer ziehen liess, da brüllte auch mein Kämpferinnenherz beim Lesen:

«Mit Götterkraft berühret mich sein Eisen, Und mich durchflammt der Mut der Cherubim, Ins Kriegsgewühl hinein will es mich reissen, es treibt mich fort mit Sturmes Ungestüm (...)»Johanna von Orléans in Schillers Drama

Noch weit weg von solchen Erlebnissen, begebe ich mich in das Training des sogenannten Hema-Fechtens – echt historisch mittelalterlich halt. Im Vergleich mit Johannas Welt erinnert diese Wiese im ländlichen Williberg (die kleinste Gemeinde im Kanton Aargau) eher an Gotthelfs als an Ritters Zeiten. Mein Trainer für den Abend – Stephan Wullschleger, leider nicht in Ritterrüstung – lässt mich erst Schwerter zum Platz schleppen (schwerer als gedacht). Und schon verliere ich den Überblick: Da gibt es die, die man einhändig schwingt, dann die Zweihandschwerter, dann die, die man einzig für Duelle nutzte, und jene aus Gummi, für die Anfängerfehler … uff.

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