Stark in der Deckung, ungenügend im Überzahlspiel

Im bisherigen Playoff-Final zwischen Wacker Thun und Pfadi Winterthur entschied jeweils nur ein Tor Unterschied.

Bislang ging es in den Finalspielen immer eng zu und her.

Bislang ging es in den Finalspielen immer eng zu und her. Bild: Keystone

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Dafür trainieren Handballer. Es ist Playoff-Final, in den Hallen ist es ohrenbetäubend laut, und im Idealfall bleiben die Spiele bis zur letzten Sekunde spannend. So wie am letzten Samstag, als Pfadi erst Sekunden vor Ablauf der Verlängerung der 23:22-Siegtreffer gelungen war. So wie im zweiten Finalspiel, als Nicolas Suter zwei Sekunden vor Schluss für ­Wacker Thun zum 24:23 getroffen hat.

«Es ist eine enge Kiste», resümierte Martin Rubin. Dem Wacker-Trainer war natürlich nicht entgangen, dass es seine Equipe in den Schlussminuten unnötig spannend gemacht hat. «Das ist mir jetzt aber egal. Hauptsache, wir sind zurück in der Serie.»

Pfadi Winterthur macht den Thunern das Leben mit seiner ­3-2-1-Deckung sehr schwer. Die Offensivabteilung der Oberländer muss dadurch rasch richtige Entscheide treffen. Das 1-gegen-1-Spiel wird wichtiger. Vor allem aber fehlt den Thunern die wettkampfmässige Praxis. Nur Pfadi Winterthur spielt mit diesem Defensivsystem – und erst noch sehr wirkungsvoll. Rubin aber wollte diesem Fakt nicht allzu viel Bedeutung schenken. Denn: «Wir decken auch offensiv, und wir decken auch sehr gut.»

Auf die eigenen Stärken will man sich in den Thuner Reihen konzentrieren. Am meisten Steigerungspotenzial hat Wacker im Überzahlspiel, das auch in Winterthur ungenügend war. «Wir haben diese Situationen bereits im ersten Spiel schlecht gelöst», gestand Rubin ein. Demzufolge habe die Überzeugung gefehlt. Etwas mehr Selbstvertrauen würde helfen. Wacker spielte oft in Überzahl, zweimal sogar über längere Zeit mit sechs gegen vier Feldspielern. Der Ertrag daraus war nahe bei null.

Zum fünften Mal spielten ­Wacker und Pfadi in dieser Saison gegeneinander, zum fünften Mal siegte dabei die Gastmannschaft. Die Statistik interessiert Rubin keinen Deut: «Die meisten Begegnungen waren sehr eng, hätten auf beide Seiten kippen können.» Von Heimnachtteil kann somit nicht die Rede sein. Am Freitag tritt Wacker in der heimischen Lachenhalle. Es ist höchste zeit für einen Heimsieg. (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.05.2018, 22:26 Uhr

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