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Stolpergefahr für Wacker Thun

Spitzenreiter Wacker misst sich am Sonntag in Zürich mit Schlusslicht GC Amicitia. Die Thuner stolperten zuletzt in der Saalsporthalle auffallend oft gegen den Aussenseiter.

Adrian Horn
Am Boden: Reto Friedli.
Am Boden: Reto Friedli.
Christian Pfander

Die Verantwortlichen von GC Amicitia bewiesen bei der Ansetzung des Heimspiels gegen Wacker kein glückliches Händchen. Am Sonntag um 17 Uhr findet ­dieses statt – kurz bevor sich das Fussballnationalteam mit Nordirland um die Teilnahme an der WM streiten wird. Das Interesse an der Partie dürfte sich in Zürich demnach in Grenzen halten, Handball hat dort seit einer ganzen Weile ohnehin einen schweren Stand.

Martin Rubin, Coach der Gäste, sagt, er und seine Mannschaft haderten nicht damit, die Begegnung in Basel zu verpassen; sie seien zu sehr Profi dazu, als dass sie sich damit aufhalten würden. Der Trainer erzählt, er habe am Donnerstagabend ein bisschen Fussball geguckt und glaube nicht, dass etwas Überraschendes passieren werde, dazu hätten die Nordiren einen zu schlechten Eindruck gemacht.

Ungeahntes geschah in den Vorjahren des Öftern in der Saalsporthalle. Spitzenklub Wacker verlor seine letzten vier (!) Gastspiele bei GC Amicitia, das jeweils bestenfalls als Vertreter der Mittelklasse angetreten war, nun gar am Tabellenende steht. Rubin sagt, eine Erklärung für das schlechte Abschneiden in Zürich habe er nicht. «Wüsste ich, weshalb wir uns da so schwertun, hätte ich längst reagiert.» Der Coach kann bloss mutmassen, meint, die Partien hätten oft an Wochentagen stattgefunden, was stets ein Vorteil für die Hausherren sei.

Und die Saalsporthalle sei häufig nicht annähernd ausgelastet, die Stimmung entsprechend mies. «Das erhöht die Gefahr, die Aufgabe zu unterschätzen.» Was Rubin nicht sagt: Die Thuner haben in Zürich oft nicht in Bestbesetzung an­treten können. Vor Jahresfrist ­etwa fehlten zig Leistungsträger; Lukas von Deschwanden, Lenny ­Rubin, Nicolas Raemy, Reto Friedli und Luca Linder mussten zusehen.

Die Weltstadt als Sieger verlassen haben die Berner Oberländer zuletzt im Dezember 2012. Wacker gewann 24:23 und wurde in derselben Saison Meister. GC hatte lange geführt – und stieg im Frühsommer beinahe ab.

Wieder mit von Deschwanden?

Die Vorzeichen dafür, dass Wacker diesmal reüssiert, stehen sehr gut. Der Trainer sagt, seine Mannschaft sei in vorzüglicher Verfassung. Und womöglich kann Schlüsselspieler von Deschwanden, zuletzt verletzt, wieder mittun.

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