Zum Hauptinhalt springen

Die Franzosen machen an der Tour ernst

Pinot gewinnt auf dem Tourmalet, Alaphilippe ist weiter Leader. Erstmals seit 30 Jahren haben zwei Einheimische wieder eine echte Chance, die Tour zu gewinnen.

Emil Bischofberger
28. Juli, 21. und letzte Etappe, Rambouillet - Paris, 128 km Ein Schlückchen auf den Sieg: Gesamtleader Egan Bernal gönnte sich den obligaten Schluck Champagner auf dem letzten Teilstück der Frankreich-Rundfahrt.
28. Juli, 21. und letzte Etappe, Rambouillet - Paris, 128 km Ein Schlückchen auf den Sieg: Gesamtleader Egan Bernal gönnte sich den obligaten Schluck Champagner auf dem letzten Teilstück der Frankreich-Rundfahrt.
Thibault Camus, Keystone
Peter Sagan holte sich zum siebten Mal dass grüne Trikot des besten Sprinters – das ist Rekord.
Peter Sagan holte sich zum siebten Mal dass grüne Trikot des besten Sprinters – das ist Rekord.
Guillaume Horcajuelo, Keystone
Die Bergpreiswertung entschied der Franzose Romain Bardet für sich.
Die Bergpreiswertung entschied der Franzose Romain Bardet für sich.
Chris Graythen/Getty Images
Das Team Movistar war die schnellste Equipe der Frankreich-Rundfahrt 2019.
Das Team Movistar war die schnellste Equipe der Frankreich-Rundfahrt 2019.
Justin Setterfield/Getty Images
Bester Schweizer wurde der Schweizer Strassen-Meister Sébastien Reichenbach als Siebzehnter. Mathias Frank wurde 48., Michael Schär 70. und Stefan Küng 96. 155 Fahrer erreichten nach drei Wochen Paris.
Bester Schweizer wurde der Schweizer Strassen-Meister Sébastien Reichenbach als Siebzehnter. Mathias Frank wurde 48., Michael Schär 70. und Stefan Küng 96. 155 Fahrer erreichten nach drei Wochen Paris.
Tim de Waele/Getty Images
27. Juli, 20. Etappe, Albertville - Val Thorens, 59.5 km Auf der vorletzten Etappe der diesjährigen Tour trug der 22-jährige Egan Bernal das erste Mal in seiner Karriere das gelbe Trikot. Der Kolumbianer hatte tags zuvor in den Alpen mit seiner Attacke das Leadertrikot dem Franzosen Julian Alaphilippe entrissen.
27. Juli, 20. Etappe, Albertville - Val Thorens, 59.5 km Auf der vorletzten Etappe der diesjährigen Tour trug der 22-jährige Egan Bernal das erste Mal in seiner Karriere das gelbe Trikot. Der Kolumbianer hatte tags zuvor in den Alpen mit seiner Attacke das Leadertrikot dem Franzosen Julian Alaphilippe entrissen.
Guillaume Horcajuelo, Keystone
Auf der wegen Wetterkapriolen verkürzten Etappe hatte Bernal keine Schwierigkeiten, das «maillot jaune» zu verteidigen.
Auf der wegen Wetterkapriolen verkürzten Etappe hatte Bernal keine Schwierigkeiten, das «maillot jaune» zu verteidigen.
Yoan Valat, Keystone
Sein Teamkollege und Co-Leader bei Ineos, Geraint Thomas (r.), stellte am vorletzten Tag seine Kräfte in den Dienst des Leaders. Am Ende gratulierte der Vorjahressieger dem neuen Champion, der traditionell auf der letzten Etappe in Paris nicht mehr angegriffen wird.
Sein Teamkollege und Co-Leader bei Ineos, Geraint Thomas (r.), stellte am vorletzten Tag seine Kräfte in den Dienst des Leaders. Am Ende gratulierte der Vorjahressieger dem neuen Champion, der traditionell auf der letzten Etappe in Paris nicht mehr angegriffen wird.
Yoan Valat, Keystone
Gewertet wurden die Zeiten auf dem letzten gefahren Pass des Tages, dem Col de L'Irsan. Dort war der Kolumbianer Egan Bernal als erster Fahrer aufgetaucht. Durch seinen grossen Vorsprung konnte er gar die Gesamtführung übernehmen.
Gewertet wurden die Zeiten auf dem letzten gefahren Pass des Tages, dem Col de L'Irsan. Dort war der Kolumbianer Egan Bernal als erster Fahrer aufgetaucht. Durch seinen grossen Vorsprung konnte er gar die Gesamtführung übernehmen.
Guillaume Horcajuelo, Keystone
Es war ein schwarzer Tag für Frankreich. Der bisherige Leader Julian Alaphilippe verlor rund zwei Minuten auf Bernal und musste das Gelbe Trikot abgeben.
Es war ein schwarzer Tag für Frankreich. Der bisherige Leader Julian Alaphilippe verlor rund zwei Minuten auf Bernal und musste das Gelbe Trikot abgeben.
Yoan Valat, Keystone
Für Thibaut Pinot kam es noch schlimmer. Er musste nach einem Muskelfasserriss unter Tränen aufgeben. Er galt als heisser Anwärter auf den Gesamtsieg, hatte er doch in den Pyrenäen noch dominiert.
Für Thibaut Pinot kam es noch schlimmer. Er musste nach einem Muskelfasserriss unter Tränen aufgeben. Er galt als heisser Anwärter auf den Gesamtsieg, hatte er doch in den Pyrenäen noch dominiert.
Tim de Waele/Getty Images
25. Juli, 18. Etappe, Embrun - Valloire, 208 km Der Kolumbianer Nairo Quintana kommt solo auf dem legendären Col du Galibier an. Er wird für seinen Angriff belohnt und entscheidet die Königsetappe der diesjährigen Tour mit 1:35 Minuten Vorsprung auf den Franzosen Romain Bardet für sich.
25. Juli, 18. Etappe, Embrun - Valloire, 208 km Der Kolumbianer Nairo Quintana kommt solo auf dem legendären Col du Galibier an. Er wird für seinen Angriff belohnt und entscheidet die Königsetappe der diesjährigen Tour mit 1:35 Minuten Vorsprung auf den Franzosen Romain Bardet für sich.
Getty Images/Justin Setterfield
Julian Alaphilippe kämpft sich im gelben Leadertrikot hinter Geraint Thomas auf den 2642 Meter hohen Galibier. Der Franzose behält die Gesamtführung und kann auch die nächste Alpen-Etappe im Maillot Jaune in Angriff nehmen.
Julian Alaphilippe kämpft sich im gelben Leadertrikot hinter Geraint Thomas auf den 2642 Meter hohen Galibier. Der Franzose behält die Gesamtführung und kann auch die nächste Alpen-Etappe im Maillot Jaune in Angriff nehmen.
Getty Images/Tim de Waele
Der Deutsche Emanuel Buchmann (r.) kommt neben Steven Kruijswijk (l.) mit weiteren Favoriten ins Ziel und darf weiterhin vom Podium an der Tour träumen.
Der Deutsche Emanuel Buchmann (r.) kommt neben Steven Kruijswijk (l.) mit weiteren Favoriten ins Ziel und darf weiterhin vom Podium an der Tour träumen.
Getty Images/Justin Setterfield
24. Juli, 17. Etappe, Pont du Gard - Gap, 200 km Matteo Trentin aus Italien feiert einen Solosieg. Das Feld mit den Gesamtklassements-Favoriten kommt mit 20 Minuten Rückstand im Ziel an.
24. Juli, 17. Etappe, Pont du Gard - Gap, 200 km Matteo Trentin aus Italien feiert einen Solosieg. Das Feld mit den Gesamtklassements-Favoriten kommt mit 20 Minuten Rückstand im Ziel an.
Marco Bertorello, AFP
Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigt das gelbe Trikot und trägt es am 25. Juli bei der 18. Etappe schon den 14. Tag.
Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigt das gelbe Trikot und trägt es am 25. Juli bei der 18. Etappe schon den 14. Tag.
Anne-Christine Poujalat, AFP
Bei Temperaturen um 36 Grad Celsius kühlt Titelverteidiger Geraint Thomas den Nacken mit Wasser.
Bei Temperaturen um 36 Grad Celsius kühlt Titelverteidiger Geraint Thomas den Nacken mit Wasser.
AP Photo/Thibault Camus
23. Juli, 16. Etappe, Nîmes - Nîmes, 177 km Der Australier Caleb Ewan feiert seinen zweiten Sprint-Etappensieg.
23. Juli, 16. Etappe, Nîmes - Nîmes, 177 km Der Australier Caleb Ewan feiert seinen zweiten Sprint-Etappensieg.
Marco Bertorello, AFP
Frankreichs Julian Alaphilippe verteidigt das gelbe Trikot ohne Probleme.
Frankreichs Julian Alaphilippe verteidigt das gelbe Trikot ohne Probleme.
Marco Bertorello, AFP
Für den dänischen Mitfavoriten Jakob Fuglsang ist die Tour nach einem Sturz zu Ende.
Für den dänischen Mitfavoriten Jakob Fuglsang ist die Tour nach einem Sturz zu Ende.
Anne-Christine Poujoulat, AFP
22. Juli, Ruhetag in NîmesGesamtleader Julian Alaphilippe ist auch am Ruhetag ein gefragter Mann.
22. Juli, Ruhetag in NîmesGesamtleader Julian Alaphilippe ist auch am Ruhetag ein gefragter Mann.
Gerard Julien, AFP
20. Juli, 14. Etappe, Tarbes - Col du Tourmalet, 117,5 kmDer Franzose Thibaut Pinot feiert am Col du Tourmalet einen prestigeträchtigen Sieg.
20. Juli, 14. Etappe, Tarbes - Col du Tourmalet, 117,5 kmDer Franzose Thibaut Pinot feiert am Col du Tourmalet einen prestigeträchtigen Sieg.
AP Photo/ Thibault Camus
Auch Julian Alaphilippe lässt die Franzosen weiterhin jubeln. Er verteidigt auf der ersten Pyrenäen-Etappe sein Leadertrikot.
Auch Julian Alaphilippe lässt die Franzosen weiterhin jubeln. Er verteidigt auf der ersten Pyrenäen-Etappe sein Leadertrikot.
AP Photo/ Christophe Ena
19. Juli, 13. Etappe, Zeitfahren in Pau, 27,2 kmDer Leader überrascht im Kampf gegen die Uhr: Julian Alaphilippe gewinnt das Zeitfahren und baut seinen Vorsprung im Gesamtklassement aus.
19. Juli, 13. Etappe, Zeitfahren in Pau, 27,2 kmDer Leader überrascht im Kampf gegen die Uhr: Julian Alaphilippe gewinnt das Zeitfahren und baut seinen Vorsprung im Gesamtklassement aus.
Christophe Ena/AP
Tour-Titelverteidiger Geraint Thomas musste sich mit Rang 2 begnügen. Im Gesamtklassement liegt der Brite nun 1:26 Minuten hinter dem Franzosen.
Tour-Titelverteidiger Geraint Thomas musste sich mit Rang 2 begnügen. Im Gesamtklassement liegt der Brite nun 1:26 Minuten hinter dem Franzosen.
Christophe Ena/AP
18. Juli, 12. Etappe, Toulouse - Bagnères-de-Bigorre, 209,5 kmSimon Yates jubelt über seinen Etappensieg bei der ersten Pyrenäen-Etappe.
18. Juli, 12. Etappe, Toulouse - Bagnères-de-Bigorre, 209,5 kmSimon Yates jubelt über seinen Etappensieg bei der ersten Pyrenäen-Etappe.
Yoan Valat/EPA
Der Brite bildete mit dem Spanier Pello Bilbao (l.) und Gregor Mühlberger aus Österreich ein Spitzentrio.
Der Brite bildete mit dem Spanier Pello Bilbao (l.) und Gregor Mühlberger aus Österreich ein Spitzentrio.
Marco Bertorello, AFP
Der Schweizer Mathias Frank fuhr in einer Verfolgergruppe und belegte den 14. Rang.
Der Schweizer Mathias Frank fuhr in einer Verfolgergruppe und belegte den 14. Rang.
Stephane Mantey/freshfocus
Rohan Dennis stieg während der Etappe in der Verpflegungszone aus dem Rennen aus. Über die Gründe war zuerst nichts bekannt.
Rohan Dennis stieg während der Etappe in der Verpflegungszone aus dem Rennen aus. Über die Gründe war zuerst nichts bekannt.
Heinz Zwicky/Getty Images
17. Juli, 11. Etappe, Albi - Toulouse, 167 kmDer Australier Caleb Ewan gewinnt den Spurt hauchdünn vor dem Holländer Dylan Groenewegen und feiert seinen ersten Etappensieg an der Tour de France.
17. Juli, 11. Etappe, Albi - Toulouse, 167 kmDer Australier Caleb Ewan gewinnt den Spurt hauchdünn vor dem Holländer Dylan Groenewegen und feiert seinen ersten Etappensieg an der Tour de France.
Marco Bertorello, AFP
Der französische Gesamtleader Julian Alaphilippe verteidigt das Maillot jaune ohne Probleme.
Der französische Gesamtleader Julian Alaphilippe verteidigt das Maillot jaune ohne Probleme.
Jeff Pachoud, AFP
16. Juli, Ruhetag in AlbiGesamtleader Julian Alaphilippe stellt sich am ersten von zwei Ruhetagen den Medien.
16. Juli, Ruhetag in AlbiGesamtleader Julian Alaphilippe stellt sich am ersten von zwei Ruhetagen den Medien.
Pascal Pavani, AFP
Trotz Ruhetag steht für das Team des Führenden eine Trainingsausfahrt auf dem Programm.
Trotz Ruhetag steht für das Team des Führenden eine Trainingsausfahrt auf dem Programm.
Pascal Pavani, AFP
15. Juli, 10. Etappe, Saint-Flour - Albi, 217,5 kmDer Belgier Wout van Aert holt sich seinen ersten Etappensieg im Sprint vor dem Italiener Elia Viviani und Caleb Ewan aus Australien.
15. Juli, 10. Etappe, Saint-Flour - Albi, 217,5 kmDer Belgier Wout van Aert holt sich seinen ersten Etappensieg im Sprint vor dem Italiener Elia Viviani und Caleb Ewan aus Australien.
Tim de Waele/Getty Images
Eine Windkantenattacke gegen Ende der Etappe wirbelte das Gesamtklassement durcheinander. Mitfavoriten verloren den Anschluss. Unter ihnen auch der Franzose Thibaut Pinot.
Eine Windkantenattacke gegen Ende der Etappe wirbelte das Gesamtklassement durcheinander. Mitfavoriten verloren den Anschluss. Unter ihnen auch der Franzose Thibaut Pinot.
Chris Graythen/Getty Images
Michael Schär (vorne) war lange Teil einer sechsköpfigen Ausreissergruppe, die erst rund 25 Kilometer vor dem Ziel vom Feld gestellt wurde.
Michael Schär (vorne) war lange Teil einer sechsköpfigen Ausreissergruppe, die erst rund 25 Kilometer vor dem Ziel vom Feld gestellt wurde.
Justin Setterfield/Getty Images
14. Juli, 9. Etappe, Saint-Étienne–Brioude, 170,5 kmAls erster Südafrikaner seit Robert Hunter im Jahr 2007 gewinnt Daryl Impey in Brioude den Sprint einer Dreiergruppe.
14. Juli, 9. Etappe, Saint-Étienne–Brioude, 170,5 kmAls erster Südafrikaner seit Robert Hunter im Jahr 2007 gewinnt Daryl Impey in Brioude den Sprint einer Dreiergruppe.
Keystone
Auf der leicht ansteigenden Zielgeraden liess Impey den Belgier Tiesj Benoot stehen. Dritter wird der Slowene Jan Tratnik.
Auf der leicht ansteigenden Zielgeraden liess Impey den Belgier Tiesj Benoot stehen. Dritter wird der Slowene Jan Tratnik.
Keystone
Aus einer grossen Ausreissergruppe versuchen es einige Fahrer solo, unter ihnen auch der Österreicher Lukas Pöstlberger. Doch Impey ist an diesem Tag der stärkste Fahrer.
Aus einer grossen Ausreissergruppe versuchen es einige Fahrer solo, unter ihnen auch der Österreicher Lukas Pöstlberger. Doch Impey ist an diesem Tag der stärkste Fahrer.
Keystone
13. Juli, 8. Etappe, Mâcon–Saint-Étienne, 200 kmIn einer ereignisreichen Etappe sichert sich der Belgier Thomas De Gendt von Lotto-Soudal in einer Zeit von rund 5h den Tagessieg.
13. Juli, 8. Etappe, Mâcon–Saint-Étienne, 200 kmIn einer ereignisreichen Etappe sichert sich der Belgier Thomas De Gendt von Lotto-Soudal in einer Zeit von rund 5h den Tagessieg.
Yoan Valat/EPA
Er gehörte einer vierköpfigen Ausreissergruppe an, bestehend aus De Gendt (Be), De Marchi (It), Terpstra (Niederlande) und King (USA), die das Rennen prägte.
Er gehörte einer vierköpfigen Ausreissergruppe an, bestehend aus De Gendt (Be), De Marchi (It), Terpstra (Niederlande) und King (USA), die das Rennen prägte.
Guillaume Horcajuelo/EPA
67 Kilometer vor dem Ziel wurde aus der Gruppe ein Duo. 14 Kilometer vor der Zieleinfahrt griff De Gendt an und liess De Marchi stehen.
67 Kilometer vor dem Ziel wurde aus der Gruppe ein Duo. 14 Kilometer vor der Zieleinfahrt griff De Gendt an und liess De Marchi stehen.
Christophe Ena, Keystone
Im Gesamtklassement eroberte der Franzose Julian Alaphilippe (l.) das gelbe Trikot zurück. Er wurde hinter seinem Landsmann Thibaut Pinot (r.) dritter. Pinot wiederum konnte sich 19 Sekunden von Titelverteidiger und Tourfavorit Geraint Thomas absetzten, der 15 Kilometer vor dem Ziel einen Sturz unbeschadet überstand.
Im Gesamtklassement eroberte der Franzose Julian Alaphilippe (l.) das gelbe Trikot zurück. Er wurde hinter seinem Landsmann Thibaut Pinot (r.) dritter. Pinot wiederum konnte sich 19 Sekunden von Titelverteidiger und Tourfavorit Geraint Thomas absetzten, der 15 Kilometer vor dem Ziel einen Sturz unbeschadet überstand.
Yoan Valat/EPA
12. Juli, 7. Etappe, Belfort–Chalon-sur-Saône, 230 kmDer Niederländer Dylan Groenewegen (3. v. r.) gewinnt die längste Etappe der diesjährigen Tour de France. In der Massenankunft setzt sich der Fahrer des Team Jumbo im Sprint durch.
12. Juli, 7. Etappe, Belfort–Chalon-sur-Saône, 230 kmDer Niederländer Dylan Groenewegen (3. v. r.) gewinnt die längste Etappe der diesjährigen Tour de France. In der Massenankunft setzt sich der Fahrer des Team Jumbo im Sprint durch.
Yoan Valat/EPA
Auch aufgrund des starken Gegenwindes verlief die 7. Etappe weitgehend ereignislos. Kurz nach Start hatte sich mit Yoann Offredo und Stéphane Rossetto ein französisches Aussreisserduo abgesetzt, dass jedoch 12 km vor dem Ziel vom Feld eingeholt werden konnte.
Auch aufgrund des starken Gegenwindes verlief die 7. Etappe weitgehend ereignislos. Kurz nach Start hatte sich mit Yoann Offredo und Stéphane Rossetto ein französisches Aussreisserduo abgesetzt, dass jedoch 12 km vor dem Ziel vom Feld eingeholt werden konnte.
Yoan Valat/EPA
Im Gesamtklassement kam es zu keinen Veränderungen. Es führt immer noch der Italiener Giulio Ciccone sechs Sekunden vor dem Einheimischen Julian Alaphilippe.
Im Gesamtklassement kam es zu keinen Veränderungen. Es führt immer noch der Italiener Giulio Ciccone sechs Sekunden vor dem Einheimischen Julian Alaphilippe.
Yoan Valat/EPA
11. Juli, 6. Etappe, Mülhausen–La Planche des Belles Filles 160,5 kmDer Belgier Dylan Teuns ist auf der ersten Bergetappe in den Vogesen nicht zu schlagen.
11. Juli, 6. Etappe, Mülhausen–La Planche des Belles Filles 160,5 kmDer Belgier Dylan Teuns ist auf der ersten Bergetappe in den Vogesen nicht zu schlagen.
Yoan Valat/EPA
Für den bisherigen Gesamtleader Julian Alaphilippe endet der Tag bitter. Der Franzose bewältigt die happige Schlussrampe mit bis zu 24 Prozent Steigung überraschend gut, dennoch muss er das Gelbe Trikot abgeben.
Für den bisherigen Gesamtleader Julian Alaphilippe endet der Tag bitter. Der Franzose bewältigt die happige Schlussrampe mit bis zu 24 Prozent Steigung überraschend gut, dennoch muss er das Gelbe Trikot abgeben.
Marco Bertorello, AFP
Neuer Führender ist Giulio Ciccone. Der Italiener wird Etappenzweiter, elf Sekunden hinter Teuns. Die Enttäuschung über den verpassten Tagessieg weicht schnell der Freude über das Maillot jaune.
Neuer Führender ist Giulio Ciccone. Der Italiener wird Etappenzweiter, elf Sekunden hinter Teuns. Die Enttäuschung über den verpassten Tagessieg weicht schnell der Freude über das Maillot jaune.
Thibault Camus/AP
Titelverteidiger Geraint Thomas beendet die Etappe auf Platz 4 und beseitigt damit die Zweifel an seiner Form.
Titelverteidiger Geraint Thomas beendet die Etappe auf Platz 4 und beseitigt damit die Zweifel an seiner Form.
Marco Bertorello, AFP
10. Juli, 5. Etappe, Saint-Dié-des-Vosges–Colmar 175,5 kmPeter Sagan setzt sich im Sprint durch. Es ist sein zwölfter Etappensieg an der Tour de France – sein erster in diesem Jahr.
10. Juli, 5. Etappe, Saint-Dié-des-Vosges–Colmar 175,5 kmPeter Sagan setzt sich im Sprint durch. Es ist sein zwölfter Etappensieg an der Tour de France – sein erster in diesem Jahr.
Justin Setterfield/Getty Images
Der Franzose Julian Alaphilippe behauptete erneut das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.
Der Franzose Julian Alaphilippe behauptete erneut das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.
Tim de Waele/Getty Images
9. Juli, 4. Etappe, Reims–Nancy 213,5 kmGleich nach dem Start versucht der Schweizer Michael Schär (m.) sein Glück mit dem Belgier Frederik Backaert und dem Franzosen Yoann Offredo. 28 km vor dem Ziel werden die Ausreisser vom Feld geschluckt. Schär fährt noch 12 km auf eigene Faust, muss sich dann aber auch geschlagen geben.
9. Juli, 4. Etappe, Reims–Nancy 213,5 kmGleich nach dem Start versucht der Schweizer Michael Schär (m.) sein Glück mit dem Belgier Frederik Backaert und dem Franzosen Yoann Offredo. 28 km vor dem Ziel werden die Ausreisser vom Feld geschluckt. Schär fährt noch 12 km auf eigene Faust, muss sich dann aber auch geschlagen geben.
Anne-Christine Poujoulat, AFP
Etappensieger wird Elia Viviani. Der Italiener schlägt im Spurt Alexander Kristoff aus Norwegen und den Australier Caleb Ewan.
Etappensieger wird Elia Viviani. Der Italiener schlägt im Spurt Alexander Kristoff aus Norwegen und den Australier Caleb Ewan.
AP Photo/Christophe Ena
Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigt das gelbe Leadertrikot ohne Probleme.
Der Franzose Julian Alaphilippe verteidigt das gelbe Leadertrikot ohne Probleme.
Jeff Pachoud, AFP
8. Juli, 3. Etappe, Binche (BEL)–Épernay (FRA) 215 kmFrankreichs Hoffnung Julian Alaphilippe nutzt seine Chance und gewinnt die erste hügelige Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt solo. Dank der Bonussekunden übernimmt der 27-Jährige auch die Gesamtführung.
8. Juli, 3. Etappe, Binche (BEL)–Épernay (FRA) 215 kmFrankreichs Hoffnung Julian Alaphilippe nutzt seine Chance und gewinnt die erste hügelige Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt solo. Dank der Bonussekunden übernimmt der 27-Jährige auch die Gesamtführung.
Guillaume Horcajuelo, Keystone
Alaphilippe führt in der Gesamtwertung nun 20 Sekunden vor dem Belgier Wout van Aert vom Team Jumbo-Visma.
Alaphilippe führt in der Gesamtwertung nun 20 Sekunden vor dem Belgier Wout van Aert vom Team Jumbo-Visma.
Guillaume Horcajuelo, Keystone
Strassen-Meister Sébastien Reichenbach vom Team Groupama FDJ belegte als bester Schweizer mit 45 Sekunden Rückstand Rang 55.
Strassen-Meister Sébastien Reichenbach vom Team Groupama FDJ belegte als bester Schweizer mit 45 Sekunden Rückstand Rang 55.
Guillaume Horcajuelo, Keystone
7. Juli, 2. Etappe, Brüssel–Brüssel 27,6 kmDas Team von Gesamtleader Mike Teunissen, Jumbo-Visma, gewinnt das Mannschaftszeitfahren.
7. Juli, 2. Etappe, Brüssel–Brüssel 27,6 kmDas Team von Gesamtleader Mike Teunissen, Jumbo-Visma, gewinnt das Mannschaftszeitfahren.
Guillaume Horcajuelo/EPA
Mike Teunissen verteidigt damit das Maillot jaune.
Mike Teunissen verteidigt damit das Maillot jaune.
AP Photo/Christophe Ena
Das französische Team Groupama-FDJ mit dem Schweizer Zeitfahrmeister Stefan Küng (l.) verlor 32 Sekunden auf die Sieger.
Das französische Team Groupama-FDJ mit dem Schweizer Zeitfahrmeister Stefan Küng (l.) verlor 32 Sekunden auf die Sieger.
Guillaume Horcajuelo/EPA
6. Juli, 1. Etappe, Brüssel–Brüssel 194,5 kmMike Teunissen (2.v.r.) gewinnt den Spurt hauchdünn vor Peter Sagan (2.v.l.)
6. Juli, 1. Etappe, Brüssel–Brüssel 194,5 kmMike Teunissen (2.v.r.) gewinnt den Spurt hauchdünn vor Peter Sagan (2.v.l.)
Marco Bertorello, AFP
Als Lohn für Teunissen gibt es das gelbe Leadertrikot.
Als Lohn für Teunissen gibt es das gelbe Leadertrikot.
Marco Bertorello, AFP
Die belgische Rad-Legende Eddy Merckx darf beim Start in Brüssel natürlich nicht fehlen.
Die belgische Rad-Legende Eddy Merckx darf beim Start in Brüssel natürlich nicht fehlen.
Marco Bertorello, AFP
Der dänische Mitfavorit Jakob Fuglsang stürzte während der Auftaktetappe und fährt mit blutendem Gesicht ins Ziel.
Der dänische Mitfavorit Jakob Fuglsang stürzte während der Auftaktetappe und fährt mit blutendem Gesicht ins Ziel.
Jeff Pachoud, AFP
Stefan Küng ist einer von vier Schweizern bei der diesjährigen Tour de France.
Stefan Küng ist einer von vier Schweizern bei der diesjährigen Tour de France.
Urs Flüeler, Keystone
Mathias Frank ist für AG2R unterwegs.
Mathias Frank ist für AG2R unterwegs.
Gian Ehrenzeller, Keystone
1 / 69

Thibaut Pinot hat ein klares Ziel. Er hat dieses seinen Teamkollegen schon vor einer Weile mitgeteilt: Die Etappe auf den Col du Tourmalet, den höchsten Pass der Pyrenäen, will er gewinnen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Darauf schwört er sein Team ein, Stefan Küng erzählt schon am Freitagnachmittag von dem Plan. Tags darauf ist auch der Thurgauer ein Puzzlestein in diesem. Am Col du Soulor setzt er, der Roller, der sich im flachen bis höchstens hügligen Gelände wohlfühlt, an die Spitze des Feldes und drückt diesem sein Tempo auf. Es ist kein langsames, Fahrer um Fahrer blättert hinten ab. Auch das Team Ineos verliert früh erste Kräfte, darunter Edelhelfer Michal Kwiatkowski.

Auch Küng schafft es in diesem Tempo nicht bis zur Passhöhe. Aber das ist ja auch nicht das Ziel. Sondern eben genau die Schwächung der Konkurrenz. Das gelingt. Als das Feld den Fuss des Tourmalet erreicht hat, ist weniger als ein Viertel aller Teilnehmer noch dabei.

Movistar macht Tempo

Pinot bleibt ruhig, behütet vom Walliser Sébastien Reichenbach und seinem jüngsten Teamkollegen David Gaudu (22). Während die Movistar-Equipe vorne zu viert das Tempo hochhält, fällt Reichenbach weg, gut 12 Kilometer sind es da noch bis ganz nach oben. Die Aktion der Spanier lässt der ganzen Favoritengruppe die Beine brennen, das bestätigen deren Mitglieder später unabhängig voneinander.

Nur: Niemanden so sehr wie Nairo Quintana, für den die Movistar-Kollegen eigentlich das Tempo machten. Der Kolumbianer fällt zurück, als das Ziel noch 10 Kilometer entfernt ist. Bis hoch braucht er fast dreieinhalb Minuten länger als seine Konkurrenten, es ist die nächste verpatzte Tour für den Kolumbianer, der 2013 noch wie ein künftiger Dominator aussah –seither aber nie mehr jenes Niveau erreicht hat.

Dann ist die Reihe an Gaudu, der mit Pinot am Hinterrad das Tempo so sehr erhöht, dass sie ein kleines Loch aufreissen. Es sind immer noch 7 Kilometer bis zum Ziel – ein sehr früher Zeitpunkt für eine Attacke. Doch es ist keine. Sondern nur die nächste Umdrehung in der erbarmungslosen Beinpresse, den dieser Aufstieg für die Favoriten darstellt.

Pinot zeigt, dass er am Berg der derzeit stärkste Fahrer ist

In der Höhe geht ein ziemlicher Wind, weshalb sich keiner der ­Favoriten zu früh exponieren will. Pinot wartet und wartet, an einem Punkt lässt er die Gegner an sich vorbeirollen, als schrumpften seine Kräfte. Doch er ist nur dabei, diese zu sammeln –und sie 250 Meter vor dem Ziel zu investieren. Es ist der letzte Schritt im Plan, den das Team Groupama-FDJ ausgeheckt hat. «Ich wollte keine Show machen, sondern nur gewinnen», sagt Pinot danach, als er seine dritte Tour-Etappe nach 2012 und 2015 gewonnen hat.

Man kann das durchaus als Ansage an gewisse Landsleute sehen, an Warren Barguil etwa, den französischen Meister, der Mitte Aufstieg einen Vorstoss wagt, diesen aber nach einigen Kilometern wieder abbricht, weil es unmöglich ist, bei diesem Grundtempo so lange der ganzen Konkurrenz zu widerstehen.

Pinot tritt also an, den Zielbogen vor Augen. Wie er die verbliebenen Konkurrenten auf diesen letzten steilen Metern distanziert, beweist, dass er am Berg der derzeit stärkste Fahrer ist. «Wir wollten diese Etappe, nur diese Etappe. Darum fuhren wir den ganzen Tag an der Spitze», sagt er.

«Auf jeden Fall wird einer von den ­beiden als Führender auf den Champs-Elysées eintreffen.»

Präsident Emmanuel Macron

Natürlich muss er jetzt ins Werweissen kommen. Was wäre, hätte er am Montag nicht geschlafen, sich nicht von einer Windstaffel überraschen lassen und dabei 1:40 Minuten Rückstand eingehandelt? Er wäre nun halb so weit vom ­Gesamtführenden entfernt, von Julian Alaphilippe –und erster Sieganwärter. Alaphilippe, der wieder alle erstaunt und hinter Pinot weitere sechs Bonussekunden gewinnt, trägt auch heute das Maillot jaune, obschon alle täglich glauben, sein Einbruch stehe bevor.

So werden Pinot wie Alaphilippe zur Siegerehrung auf der Passhöhe gebeten. Diese wird noch französischer, weil Präsident Emmanuel Macron an diesem Tag der Tour seine Aufwartung macht. Danach gibt Monsieur Le Président zwischen den beiden stehend ein TV-Interview. Ihnen auf die Schultern klopfend rühmt er ihre Stärke und schliesst mit dem Satz: «Auf jeden Fall wird einer von den ­beiden als Führender auf den Champs-Elysées eintreffen.»

Hat Alaphilippe noch genügend Energie für die letzte Woche?

Kein Druck also. Wobei: Die französischen Fahrer sind dies gewohnt. Es braucht viel, viel weniger, ehe einer zum nächsten potenziellen Tour-Sieger hochstilisiert wird. Nun hat das Land plötzlich zwei Fahrer, die tatsächlich das Potenzial zeigen, den grossen Traum zu verwirklichen. 30 Jahre ist es her, dass Frankreich letztmals richtig träumen konnte, dass eine Woche vor Paris ein Franzose das Gelbe Trikot trug. Laurent Fignon war das damals, am letzten Tag wurde er noch um acht Sekunden von Greg LeMond übertroffen. Als letzter Franzose triumphiert hat 1985 Bernard Hinault.

Sind Alaphilippe oder Pinot nun wirklich die ersten Anwärter auf den Tour-Sieg? Bei Macron mag man die chauvinistische Brille entschuldigen. Aber es ist so, dass sie zur auf sechs Fahrer geschrumpften Gruppe gehören, die noch in einer Zeitdifferenz liegen, bei der man sich vorstellen kann, dass sie in der Schlusswoche noch gedreht werden kann.

«Ich nehme Tag für Tag.»

Julian Alaphilippe

Wobei über Alaphilippe auch heute, an seinem elften Tag in Gelb, ein grosses Fragezeichen schwebt. Hat er, der so offensiv fährt wie kein anderer, noch genug Energie für die letzte, schwerste Tour-Woche? Die letzte Pyrenäenetappe heute könnte eine Antwort geben. Alaphilippe bleibt im Moment. «Ich nehme Tag für Tag», sagt er täglich – mittlerweile glaubt man es ihm. Ob er einem Freund raten würde, nun einen grossen Betrag auf seinen Tour-Sieg zu setzen. «Bring das Geld mit nach Paris, dann feiern wir damit eine grosse Party –egal, was noch passiert an dieser Tour», sagt die Überraschung dieses Rennens.

Thomas muss abreisen lassen

Die andere Überraschung ereignet sich einen Kilometer vor Pinots entscheidendem Antritt. In der auf sieben Fahrer geschrumpften Spitzengruppe setzt sich mit dem Deutschen Emanuel Buchmann einer der weniger bekannten Namen an die Spitze und beschleunigt. Das ist zu viel für Geraint Thomas, der Vorjahressieger muss das Grüppchen ziehen lassen, verliert bis zum Ziel eine halbe Minute. «Ich fühlte mich ziemlich schwach, es war einer dieser Tage», sagt der Waliser. Weil Egan Bernal mit den Gegnern mithält, dürfte die im Zeitfahren eigentlich geklärte Leaderfrage bei Ineos wieder aufflammen.

Möglich, dass sich die Ineos-Leute gestern Abend deshalb zu einer grundsätzlichen Gesprächsrunde trafen. Denn dieses Resultat muss ihnen wehtun. Bei jedem der sechs Tour-Siege seit 2012 war die Equipe nach demselben Muster vorgegangen: Mit einer grossen Attacke bei der ersten Bergankunft hatte sie die Konkurrenz zerstört. Davon war sie am Tourmalet weit entfernt, was eine spannende Schlusswoche wie schon lange nicht mehr verspricht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch