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Topskorer mit neuer Rolle

Misha Kaufmann hat in der letzten Saison für Stäfa 300 Meisterschaftstore erzielt. Beim BSV Bern Muri ist der 25-Jährige bis jetzt primär in der Rückraummitte zum Einsatz gekommen. Eine Position, die ihm nicht fremd ist.

Misha Kaufmann (Mitte, gegen zwei Spieler des TV Endingen) ist in Bern primär als Spielmacher aktiv.
Misha Kaufmann (Mitte, gegen zwei Spieler des TV Endingen) ist in Bern primär als Spielmacher aktiv.
Andreas Blatter

«Ich muss nicht 10 Tore pro Spiel schiessen», sagt Misha Kaufmann. «Es hat viele andere Spieler, die gute Schützen sind.» Misha Kaufmann hat beim BSV Bern Muri eine neue Rolle eingenommen. Der 25-jährige Seeländer ist nicht mehr der Spieler, der in jeder Partie der beste Torschütze seines Teams ist. Bei Stäfa erzielte Kaufmann in 32 Partien 300 Treffer. Die Zürcher vermochten aber auch mit Kaufmanns Toren den Abstieg aus der NLA nicht zu verhindern. Der Rückraumschütze suchte eine neue Herausforderung. Ein Wechsel nach Deutschland war ein Thema. GWD Minden (1.Bundesliga) und der Bergische HC (2.Bundesliga) zeigten Interesse, auch die Schweizer Vereine Wacker Thun und Suhr Aarau wollten Kaufmann verpflichten. Letztlich fiel seine Wahl auf den BSV Bern Muri. «In Bern stimmte das Gesamtpaket», sagt der 25-Jährige. «Deshalb habe ich zugesagt.»

Zurück in die Mitte

Kaufmann ist mit dem Wechsel zum BSV quasi zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Nicht nur, dass der Seeländer wieder im Kanton Bern wohnhaft ist. Auch kommt er wieder in der Rückraummitte zum Einsatz.

In Büren begann Misha Kaufmann, der seinen Vornamen mit der speziellen Schreibweise einem russischen Eiskunstläufer verdankt, mit dem Handballspielen. Es folgten Wechsel zum TV Solothurn, zur SG Köndringen-Teningen in die deutsche Regionalliga und nach Stäfa. «Ich war immer auch Spielmacher und habe sowohl links wie auch in der Mitte spielen können», blickt der 25-Jährige zurück. «Erst in Stäfa wurde ich zum Spezialisten für den linken Rückraum.» Beim BSV Bern Muri agiert er vorerst hauptsächlich in der Mitte, da Benjamin Echaud noch nicht zur Verfügung steht. «Meine Aufgabe ist, das Spiel zu leiten und zu dirigieren», sagt Kaufmann. Das Toreschiessen ist bei den Bernern auf viele Schultern verteilt. «Dies ist auch besser für eine Mannschaft.» 15 Treffer hat Kaufmann bis jetzt erzielt. In der Skorerliste der NLA belegt er den 43.Platz, Leader Marco Kurth (Pfadi Winterthur) hat 23 Treffer mehr erzielt.

Guter Teamgeist

Kaufmann stammt aus einer Handballerfamilie. Auch sein älterer Bruder Pascal war bei Zofingen in der Nationalliga A aktiv. Er spielt heute in der Oberliga Baden-Württemberg beim SV Fellbach. «Es ergab sich irgendwie von selber, dass ich auch angefangen habe, Handball zu spielen», blickt Misha Kaufmann auf die Anfänge seiner Karriere zurück. Ihm ist vor allem der gute Teamgeist in der Mannschaft des BSV Bern Muri aufgefallen. «Ich gehe gerne in jedes Training, wir sind alle gute Kollegen.»

Das Berner Team könne ambitionierte Ziele erreichen, meint Kaufmann. «Ich denke, dass beim BSV vieles möglich ist. Steigern müssen wir uns noch in der Deckung. Ich habe aber im Training in den letzten Tagen den Eindruck gewonnen, dass wir bereit sind, in der Defensive zu kämpfen.» Am Sonntag (18 Uhr) treffen die Berner auswärts auf St.Otmar St.Gallen, das nicht optimal gestartet ist. «Wir können dort gewinnen», ist Kaufmann überzeugt.

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