Wenn Frauen schneller sind als Männer

Die Schweizer Radfahrerin Nicole Hanselmann musste in Belgien gestoppt werden. Sie fuhr auf die vor ihr gestarteten Männer auf.

Nicole Hanselmann muss ihre Flucht abbrechen. (Video: Proximus Sports)

Die Rad-Elite war am Wochenende beim Omloop Het Niewsblad in Belgien im Einsatz. Zuerst die Männer, zehn Minuten später starteten die Frauen.

Die Männer gingen ihr Rennen von Merelbeke über 200 km nach Ninove sehr gemächlich an. Dies wurde der Schweizerin Nicole Hanselmann zum Verhängnis. Die 27-jährige Zürcherin attackierte nach sieben Kilometern und kam weg. Sie fuhr rund 30 Kilometer solo und trat so fest in die Pedalen, dass sie die vorher gestarteten Männer beinahe einholte. Die Veranstalter stoppten die Schweizerin, als sie die Mannschaftswagen der Männer erreichte, die hinter dem Feld herfuhren.

Vom 1. auf den 74. Platz

Der unplanmässige Halt brachte Hanselmann aus dem Konzept. «Wir mussten etwa fünf bis sieben Minuten warten. Das hat meine Chancen zunichte gemacht», sagte die Zürcherin. Die 27-Jährige erhielt bei der Wiederaufnahme des Rennens zwar einen Vorsprung, wurde jedoch schnell eingeholt. Am Schluss belegte Hanselmann den 74. Platz. «Es war ein bisschen traurig, da ich eine gute Form hatte», fasste der Schweizer Pechvogel das Rennen zusammen.

Bei den Männern gewann der Tscheche Zdenek Stybar. Er griff gut zwei Kilometer vor dem Ziel an und wurde für die Attacke belohnt. Bester Schweizer wurde Stefan Küng als 18.

heg

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