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Wüste Gewalt im Schweizer Basketball

Der frühere Schweizer Internationale Jan Sainte-Rose streckte einen Schiedsrichter mit Faustschlägen und Fusstritten nieder.

Jan Sainte-Rose verlor komplett die Fassung.
Jan Sainte-Rose verlor komplett die Fassung.
Keystone

In der NLB-Viertelfinalserie zwischen Chêne Genf und Swiss Central Basket lagen die Genfer im zweiten Spiel der Best-of-3-Serie in Führung, nachdem sie die erste Partie in der Innerschweiz 47:69 verloren hatten. Dreieinhalb Minuten vor Schluss rastete Sainte-Rose beim Stand von 70:63 nach einem Foulpfiff von Schiedsrichter Hajdarevic aus und schlug den Unparteiischen mit Faustschlägen und Fusstritten nieder. Mitspieler und Akteure des Gegners vermochten den Ex-Internationalen nicht zu bändigen. Danach griffen auch Genfer Fans ins Geschehen ein und bewarfen das gegnerische Team mit Plastikflaschen und Stühlen.

Während der Schiedsrichter für genauere Untersuchungen ins Spital gebracht wurde, benötigte das Gästeteam Polizeischutz, um die Kabine aufsuchen und danach den Mannschaftsbus besteigen zu können. Der Spielabbruch hat zweifellos eine Forfait-Niederlage der Genfer zur Folge. Damit sind die Innerschweizer für die Halbfinalserie qualifiziert. Weitere Sanktionen gegen einzelne Genfer Spieler dürften diese Woche folgen.

Prominenter Augenzeuge der unglaublichen Vorfälle war auch Gabriel Gisler, Direktor der Schweizerischen Basketballliga (LNBA).« Ich bin geschockt. Das Verhalten der Genfer ist nicht tolerierbar», sagte er gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung» . Er werde alles dafür tun, dass Sainte-Rose nie mehr ein Basketball-Feld betreten dürfe.

Sainte-Rose war bereits in früheren Jahren negativ aufgefallen. Im März 2003 wurde er wegen Cannabis-Konsum für drei Monate gesperrt. Das gleiche Vergehen brachte ihm 2009 eine zweijährige Sperre ein, die allerdings später auf ein Jahr reduziert wurde.

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