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Auch Doping-Kronzeuge Johannes Dürr verhaftet

Der Langläufer soll mit seinen Aussagen die Razzien an der Nordischen Ski-WM ausgelöst haben. Nun wurde er selber festgenommen.

Der Kasache Alexei Poltoranin will nun plötzlich nichts mehr von Doping wissen.
Der Kasache Alexei Poltoranin will nun plötzlich nichts mehr von Doping wissen.
Matthias Hangst/Getty Images
Spektakuläre Wende: Kronzeuge Johannes Dürr wurde verhaftet. Nachdem er zugab, bis Ende 2018 erneut Eigenblutdoping betrieben zu haben, wurde er wieder freigelassen.
Spektakuläre Wende: Kronzeuge Johannes Dürr wurde verhaftet. Nachdem er zugab, bis Ende 2018 erneut Eigenblutdoping betrieben zu haben, wurde er wieder freigelassen.
Keystone
Ebenso sein Landsmann Andreas Veerpalu (Nr. 67).
Ebenso sein Landsmann Andreas Veerpalu (Nr. 67).
Federico Modica/freshfocus
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Der ehemalige österreichische Langläufer Johannes Dürr ist in Innsbruck festgenommen worden. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, bestätigte dies sein Anwalt Michael Lehner gegenüber dem Deutschen Sportinformationsdienst: «Ich bin selber überrascht. Vorrangig ist, dass wir Johannes Dürr sehr viel zu verdanken haben.»

Der 31-jährige Dürr gilt als Kronzeuge der Doping-Affäre, die letzte Woche die Langlauf-Welt im Rahmen der Nordisch-WM in Seefeld erschütterte. Der Österreicher besitzt selber eine Doping-Vergangenheit, wurde 2014 bei den Olympischen Spielen in Sotschi des Dopings überführt – und geht mittlerweile offen mit dem Thema um. Auch dieser Zeitung gab er jüngst ein Interview und sagte: «Doping gehört einfach dazu.»

Verstoss gegen das Anti-Doping-Gesetz?

Doch weshalb wurde nun auch der Kronzeuge selbst verhaftet? Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck bestätigte dem Standard nur: «Die laufenden Ermittlungen haben einen Verdacht ergeben, der es notwendig gemacht hat, ihn festzunehmen.»

Eine offizielle Begründung fehlt also noch. Doch ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt auf Twitter und die Kronen-Zeitung schreiben übereinstimmend: «Ermittelt wird wegen des Verdachts des Sportbetrugs und wegen Verstössen gegen das Anti-Doping-Gesetz.»

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