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Holdener macht das Dutzend voll

Wendy Holdener hat in Lienz zum zwölften Mal in ihrer Karriere in einem Weltcup­slalom das Podium erreicht. Am ersten Sieg wurde sie einmal mehr von der amerikanischen Ausnahmeathletin Mikaela Shiffrin gehindert.

Konstant: Wendy Holdener schaffte es in Lienz im Slalom auf das Podest.
Konstant: Wendy Holdener schaffte es in Lienz im Slalom auf das Podest.
Keystone

Auch im osttirolischen Lienz war gegen Mikaela Shiffrin nichts auszurichten. Wieder einmal blieb Wendy Holdener hinter der Amerikanerin nur die Auszeichnung «best of the rest». 0,89 Sekunden betrug der Rückstand der Innerschweizerin, welche vor allem im zweiten Lauf auf einer mit vielen Schlägen durchsetzten Piste alles gab und bravourös kämpfte.

Aber mit einer Mikaela Shiffrin als Gegnerin wundert es eben nicht, wenn die im Slalom noch immer sieglose Wendy Holdener ihre Rekordmarke weiter ausbaut. Keine andere Frau erreichte im Slalom mehr als acht Platzierungen auf dem Podest, ohne wenigstens einmal gewonnen zu haben. Holdener steht nun bei zwölf solcher ehren­voller Ergebnisse – zum sechsten Mal wurde sie Zweite, sechsmal war sie schon Dritte.

Zufriedene Holdener

Zufrieden war die Schwyzerin mit ihrer Leistung dennoch: «Der zuvor letzte Slalom in Killington fand vor über einem Monat statt, und dort war ich ausgeschieden. Deshalb war die Aufgabe vom Kopf her nicht so einfach. Aber ich konnte dann im zweiten Lauf trotzdem Gas geben.» Holdener war im zweiten Umgang die Schnellste aller Favoritinnen, weshalb sie sich als Halbzeitdritte immer­hin noch an der Schwedin Frida Hansdotter vorbeischieben konnte.

Shiffrins grossartige Bilanz

Mikaela Shiffrin war im zweiten Lauf vor allem darauf bedacht, ­ihre grosse Reserve ins Ziel zu bringen: «Es war ein wilder Ritt. Gleichzeitig musste man aber auch mit Kopf fahren.» 1,14 Sekunden hatte sie im ersten Durchgang Hansdotter abgenommen, 1,28 Sekunden betrug ihr Vorsprung auf Holdener. Diese Marge verteidigte sie souverän.

Shiffrins Bilanz beeindruckt. Von den letzten 23 von ihr bestrittenen Slaloms gewann sie 18, zweimal wurde sie Zweite, zweimal Dritte, einmal schied sie aus. Mit ihrem neuesten Erfolg, dem 36. in ihrer Karriere, schob sich die Amerikanerin auf die gleiche Höhe wie die Deutsche Katja Seizinger. Nur sechs Frauen haben mehr Weltcuprennen gewonnen als sie, die am 13. März erst 23 Jahre alt wird.

Gutes Teamergebnis

Wendy Holdeners Teamkolleginnen kämpften nicht ganz so erfolgreich wie auch schon in diesem Winter, aber trotz einiger Fehler platzierten sich drei von ihnen immerhin in den Top 15. Mélanie Meillard, zum Saisonauftakt in Levi Fünfte, belegte zeitgleich mit Denise Feierabend, der Vierten von Killington, Platz 9. Und Michelle Gisin, die zuletzt in den Speeddisziplinen brilliert hatte, erreichte den 13. Schlussrang.

Erstmals in die Punkteränge schaffte es aus Schweizer Sicht zudem die junge Urnerin Aline Danioth, in ihrem achten Weltcuprennen. Die 19-Jährige verbesserte sich dank drittbester Zeit im zweiten Lauf vom 29. in den 19. Schlussrang. Anfang November hatte sie noch eine ­Meniskusverletzung operativ beheben lassen müssen, doch inzwischen verstärkt auch sie die immer breiter werdende Schweizer Slalomequipe.

Einzig die 21-jährige Nidwaldnerin Carole Bissig verpasste die Qualifikation für den zweiten Lauf. In ihrem erst zweiten Weltcuprennen fehlten der mit der Nummer 55 gestarteten Innerschweizerin aber auch nur fünf Hundertstel.

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