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Österreichisches Doping-Duo vier Jahre gesperrt

Die Langläufer Max Hauke und Dominik Baldauf dürfen lange keine Wettkämpfe mehr bestreiten. Damit sind weitere bei der «Operation Aderlass» überführte Athleten verurteilt worden.

ddu
Max Hauke ist am Boden: Der Langläufer darf vier Jahre lang nicht mehr an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen.
Max Hauke ist am Boden: Der Langläufer darf vier Jahre lang nicht mehr an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen.
Getty Images/Matthias Hangst
Auch sein Nationalteam-Kollege Dominik Baldauf wurde im Zusammenhang mit der «Operation Aderlass» überführt und nun ebenfalls bis Ende Februar 2023 gesperrt (die Strafe gilt rückwirkend ab 1. März 2019).
Auch sein Nationalteam-Kollege Dominik Baldauf wurde im Zusammenhang mit der «Operation Aderlass» überführt und nun ebenfalls bis Ende Februar 2023 gesperrt (die Strafe gilt rückwirkend ab 1. März 2019).
Georg Hochmuth, AFP
Kronzeuge Johannes Dürr wurde ebenfalls verhaftet. Nachdem er zugab, bis Ende 2018 erneut Eigenblutdoping betrieben zu haben, wurde er allerdings wieder freigelassen. Der Langläufeer ermöglichte dank Insider-Informationen die Razzia in Seefeld.
Kronzeuge Johannes Dürr wurde ebenfalls verhaftet. Nachdem er zugab, bis Ende 2018 erneut Eigenblutdoping betrieben zu haben, wurde er allerdings wieder freigelassen. Der Langläufeer ermöglichte dank Insider-Informationen die Razzia in Seefeld.
Keystone
Auch der österreichische Rad-Zeitfahrmeister Georg Preidler gestand Blutdoping und kassierte dafür eine vierjährige Sperre.
Auch der österreichische Rad-Zeitfahrmeister Georg Preidler gestand Blutdoping und kassierte dafür eine vierjährige Sperre.
Getty Images/Tim de Waele
Landsmann Stefan Denifl gab ebenfalls zu, gedopt zu haben – und darf wie Preidler bis 2023 keine Rennen mehr fahren.
Landsmann Stefan Denifl gab ebenfalls zu, gedopt zu haben – und darf wie Preidler bis 2023 keine Rennen mehr fahren.
EPA/Javier Lizon
Der Kasache Alexei Poltoranin wurde auch als Dopingsünder überführt.
Der Kasache Alexei Poltoranin wurde auch als Dopingsünder überführt.
Matthias Hangst/Getty Images
Der Este Karel Tammjärv (Nr. 30) gab auch zu, gedopt zu haben.
Der Este Karel Tammjärv (Nr. 30) gab auch zu, gedopt zu haben.
Matthias Hangst/Getty Images
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Während der nordischen Ski-WM in Seefeld sind Max Hauke und Dominik Baldauf Ende Februar inflagranti beim Blutdoping erwischt worden. Nun hat die Österreichische Anti-Doping-Rechtskommission (ÖADR) die beiden Langläufer verurteilt. Sie sperrt die zwei Doping-Sünder für jeweils vier Jahre. Da sie bereits seit 1. März 2019 suspendiert sind, dürfen die ÖSV-Athleten bis Ende Februar 2023 nicht mehr an offiziellen Wettkämpfen starten.

Zudem werden alle Ergebnisse anulliert, die der 26-jährige Hauke und sein vier Monate älterer Nationalteam-Kollege Baldauf (27) ab dem 1. April 2016 erzielt haben. Sämtliche in dieser Zeitspanne erlangten Titel sowie Preis- und Startgelder werden ihnen aberkannt. Und die beiden des Dopingmissbrauchs überführten Sportler müssen die Verfahrenskosten tragen.

Rechtskräftig ist das Urteil gegen die Österreicher noch nicht. Hauke und Baldauf können innerhalb der nächsten vier Wochen rechtliche Schritte zur Berufung einlegen. Sie hatten sich allerdings bereits kurz nach ihrer Verhaftung mit den Konsequenzen abgefunden. Gegenüber der «Kronen-Zeitung» sagte Hauke Anfang März in einem gemeinsamen Interview mit Baldauf: «Das Kapitel Leistungssport ist für uns beide beendet. In unserem Leben hat ein Cut stattgefunden, wir müssen völlig neu beginnen.»

Die nächsten zwei

Die beiden wurden als erste Wintersportler von mindestens 21 Athleten aus fünf Sportarten verurteilt, die im Zusammenhang mit der «Operation Aderlass» entweder beim Dopingmissbrauch erwischt wurden oder unter Verdacht stehen, verbotene Substanzen zur Leistungssteigerung zu sich genommen zu haben. Während der von österreichischen und auch deutschen Ermittlern durchgeführten Razzia wurde ein ganzer Blutdoping-Ring rund um den deutschen Arzt Mark S. ausgehoben.

Von 15 Athleten, deren Namen publik gemacht worden waren, zeigte sich ein Grossteil geständig. Neben Hauke und Baldauf zählen auch ihr Landsmann Johannes Dürr, der zuerst als Kronzeuge figurierte, die beiden Esten Andreas Veerpalu und Karel Tammjärv sowie Alexey Poltoranin aus Kasachstan zu jenen, die Dopingmissbrauch eingestanden. Bereits Ende Juni wurden die österreichischen Radprofis Stefan Denifl und Georg Preidler im Zuge derselben Operation mit jeweils vierjährigen Sperren sanktioniert.

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