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Wie auf Schienen

Slalomsieg und Rang 2 im Riesenslalom von Killington – Mikaela Shiffrin hält dem gewaltigen Druck vor Heimpublikum stand. Schweizerseits sorgt Denise Feierabend für das Spitzenergebnis.

Mikaela Shiffrin blieb auch vor Heimpublikum souverän.
Mikaela Shiffrin blieb auch vor Heimpublikum souverän.
Keystone

Nach dem ersten Lauf schien der zweite Slalom des Winters aus Schweizer Sicht den gewohnten Verlauf zu nehmen. Wendy Holdener war in Killington als Zweitschnellste drauf und dran, sich einen weiteren Podestplatz zu sichern.

Aber am Nachmittag passte bei der Schwyzerin nicht mehr viel zusammen. Einem Fehler nach wenigen Toren folgte kurz darauf das Aus. Besser machte es Mikaela Shiffrin. Die Einheimische liess sich wiederum Bestzeit notieren, wie vor Jahresfrist als Slalomkönigin feiern.

So rückte mit Denise Feierabend, im Schweizer Slalomteam aktuell die Nummer 4, eine Fahrerin unverhofft in den Fokus, der eine solche Leistung nicht zugetraut worden war. Ein einziges Mal hatte sie sich zuvor in einem Weltcupslalom in den ersten zehn klassiert. Und jener zehnte Rang in Levi in Finnland lag auch schon vier Jahre zurück.

Nun schaffte die Engelbergerin sogar die Egalisierung ihres Bestwerts. Vierte war sie auch im März 2016 in der Kombination in Lenzerheide geworden. Die Engelbergerin zeigte sich selber überrascht. «Ich war schon in den Trainings stark gefahren. Dass es aber gleich so weit nach vorne reichen würde, hätte ich nicht gedacht.» Obwohl sie den Podestplatz wie im Bündnerland nur knapp verpasste, war ihre Freude ungetrübt. In Lenzerheide hatten ihr dazu vier Hundertstel gefehlt, nun waren es drei.

Michelle Gisin reihte sich trotz des noch nicht restlos zurückgewonnenen Vertrauens als Zehnte ein. Mélanie Meillard war nach ausgezeichneten Zwischenzeiten im ersten Durchgang ausgeschieden. Tags zuvor hatte die 19-jährige Walliserin mit Rang 9 im Riesenslalom für das helvetische ­Bestergebnis gesorgt. Lara Gut fiel im zweiten Riesenslalom nach ihrem Kreuzbandriss nach ansprechender Fahrt im ersten Durchgang auf Platz 23 zurück.

Gewaltige Differenz

Eine überragte wieder einmal alle: Mikaela Shiffrin. Den Plan, die Hierarchie in ihrem Kerngebiet wiederherzustellen, setzte sie mit Vehemenz um und distanzierte die zweitplatzierte Petra Vlhova um 1,64 Sekunden. Zweimal, beim Saisonfinal in Aspen und vor zwei Wochen in Levi, war sie hinter der Slowakin Zweite geworden.

Da war es ihr ein grosses Anliegen, dem Ruf als beste Slalomfahrerin wieder gerecht zu werden. Was blieb der Amerikanerin auch anderes übrig vor diesen fanatischen Zuschauern, vor ihrem Publikum, das in Massen zugegen war und in erster Linie wegen ihr den Weg aus Boston, New York, Philadelphia oder woher auch immer auf sich genommen hatte.

Im samstäglichen Riesenslalom war Shiffrin von Viktoria Rebensburg auf Rang 2 verwiesen worden, im Slalom hielt die Gesamtweltcupgewinnerin dem Druck wie im Vorjahr stand. Tor für Tor kurvte die 22-Jährige den Eishang hinunter. Sie verzeichnete kaum einen Wackler, derweil andere zuweilen überfordert wirkten.

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