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Die Favoriten straucheln Tag der Überraschungen

Wiler-Ersigen verliert gegen Zug im Penaltyschiessen, stösst Leader GC aber vom Leaderthron. Floorball Köniz und die Tigers Langnau holen keine Punkte, während Thun in Fahrt kommt.

Wiler-Ersigens Coach Thomas Berger gibt Instruktionen.
Wiler-Ersigens Coach Thomas Berger gibt Instruktionen.
Foto: Marcel Bieri

Es passiert nur selten, dass im Schweizer Unihockey am gleichen Spieltag sämtliche Topfavoriten straucheln. Am Samstag ereignete sich wieder mal so ein Tag der Überraschungen. Leader GC etwa kam gegen die Alligatoren aus Malans überhaupt nicht auf Touren und erlitt eine 4:11-Niederlage.

Und das Heimdebakel kostete die Zürcher auch prompt die Tabellenführung. Neuer temporärer Branchenprimus ist Rekordmeister Wiler-Ersigen, der sich gegen Zug seinerseits jedoch auch nicht unbedingt mit Ruhm bekleckerte. Die Unteremmentaler verspielten im letzten Drittel eine 4:2-Führung und mussten in die Verlängerung und danach auch ins Penaltysschiessen, in dem die Zentralschweizer abgezockter agierten und sich den zusätzlichen Punkt sicherten.

Keine Punkte gab es für Floorball Köniz. Die Berner Vorstädter mussten sich nach dem Auswärtsspiel bei Rychenberg Winterthur mit einer 5:7-Niederlage abfinden. Köniz verlor die Partie im ersten Drittel, in dem sich die Zürcher eine komfortabel Führung herausspielten, die sie bis zum Ende verteidigten. Floorball Köniz rutschte in der Rangliste vom dritten auf den vierten Rang ab.

Negativtrend bei Tigers

Nicht vom Fleck kommen in der Challenge Round die Unihockey Tigers Langnau. Das Team von Coach Matthias Gafner verlor das Heimspiel gegen Uster 2:5. Es war die dritte Niederlage in Serie für die Tigers, die um die Qualifikation für das Playoff zittern müssen.

Die Luft um den Strich, welcher die Teilnehmer für das Playoff und jene für das Playout trennt, wird für die Tigers dünner. Momentan belegen sie noch den für das Playoff berechtigen achten Platz, doch die Teams sind zwei Runden vor dem Ende der Challenge Round zusammen gerückt, was Spannung für die nächsten zwei Wochen verspricht.

Druck bekommen die Emmentaler auch vom UHC Thun, der sich schon in den letzten Wochen in guter Verfassung präsentierte und derzeit versucht, die Qualifikation für das Playoff doch noch zu bewerkstelligen. In St. Gallen bestätigten die Oberländer ihren Aufwärtstrend. Sie kamen zu einem 9:6-Auswärtserfolg und rückten den Teams rund um den Strich auf die Pelle.

BEO schafft Playoff

In der Meisterschaft der Frauen untermauerten die Skops Emmental Zollbrück ihre Topform der letzten Wochen. Sie bezwangen im Derby in Burgdorf die Wizards 5:1 und schoben sich in der letzten Runde der Master Round auf Rang 2. Die Wizards rutschten hingegen auf Rang 5 ab.

In der Challenge Round schnappte sich Unihockey Berner Oberland den letzten Platz für das Playoff. Die Oberländerinnen liessen gegen Schlusslicht FB Riders nichts anbrennen und setzten sich nach einem harzigen Start am Ende sicher 5:2 durch. Dem Sieg gegen die Riders liess BEO nur 24 Stunden ein weiterer Erfolg in Frauenfeld (8:6) folgen.