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Bildstrecke: Wassermassen überfluten Brisbane

Kleiner Lichtblick für Brisbane: Das Hochwasser im Brisbane River soll unter der zunächst befürchteten Höchstmarke von 5,5 Metern bleiben. Meteorologen revidieren ihre früheren düsteren Vorhersagen.

Schwimmender Kran: Die Industriezone von Brisbane ist überschwemmt.
Schwimmender Kran: Die Industriezone von Brisbane ist überschwemmt.
Reuters
Der Wassserpegel in Südaustralien steigt: Kinder in den Strassen von Horsham (17. Januar 2011)
Der Wassserpegel in Südaustralien steigt: Kinder in den Strassen von Horsham (17. Januar 2011)
Keystone
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Der Fluss ist schon in zahlreichen Stadtteilen über die Ufer getreten und hat Autos, Boote und Stege mit sich gerissen. Viele Häuser stehen unter Wasser. Die Stadt mit zwei Millionen Einwohnern ist im Ausnahmezustand. Der Höhepunkt des Hochwassers wurde am frühen Morgen erwartet.

Die Pegelstände bleiben nach den neuen Vorhersagen der Meteorologen unter dem Ausmass bei den verheerenden Überschwemmungen von 1974. «Das sind gute Nachrichten», sagte die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh. Sie erinnerte aber daran, dass Brisbane in der Zwischenzeit enorm gewachsen ist. Heute gebe es Stadtteile, die 1974 noch gar nicht existierten hätten. Damals waren 14 Menschen ums Leben gekommen und tausende Häuser waren überschwemmt worden.

Die Zahl der bei den Überschwemmungen in Australien ums Leben gekommenen Menschen ist auf zwölf gestiegen. Wie die Ministerpräsidentin des betroffenen Bundesstaates Queensland, Anna Bligh, mitteilt, werden 67 Menschen vermisst.

20'000 Häuser vom Hochwasser betroffen

Schlammig-braune Wassermassen haben das Zentrum der australischen Zwei-Millionen-Stadt Brisbane überflutet. Mancherorts stieg das Wasser bis zur Spitze von Verkehrsampeln. In den Strassen trieben Trümmer sowie Boote, die aus ihren Verankerungen gerissen wurden. Zahlreiche Bewohner suchten auf höher gelegenem Gebiet Zuflucht, andere waren fieberhaft damit beschäftigt, ihre Möbel zum Schutz vor den Fluten auf dem Dach ihres Hauses zu stapeln.

Das Geschäftsviertel wirkte wie eine Geisterstadt, durch die Strassen floss das Wasser. Menschen waren in Kajaks und Ruderbooten unterwegs. Bürgermeister Campbell Newmann sagte, mindestens 20'000 Häusern drohe die Überflutung. Der Pegel des Hochwasser führenden Brisbane River sollte morgen seinen Höchststand erreichen. Für die Hauptstadt des Staats Queensland, die drittgrösste Stadt des Landes, sind es möglicherweise die schlimmsten Überschwemmungen seit 100 Jahren. Das Hochwasser erreichte auch den neben Queensland gelegenen Staat New South Wales, wo rund 4500 Menschen wegen des Wassers festsassen.

Strom und Wasser vertragen sich nicht

In Brisbane wurden zwei Evakuierungszentren eingerichtet, in denen laut Bürgermeister Newman in den kommenden Tagen bis zu 6500 Menschen Zuflucht suchen könnten. In einem Sportstadion, in dem sonst internationale Rugby-Turniere ausgetragen werden, stand das Wasser brusthoch.

Der Stromversorger Energex schaltete in Teilen der Stadt den Strom ab, betroffen waren am Nachmittag fast 70'000 Haushalte. Für viele Menschen sei das hart, sagte die Ministerpräsidentin von Queensland, Anna Bligh. «Aber ich möchte betonen: Strom und Wasser vertragen sich nicht. Wir hätten katastrophale Zustände, wenn wir den Strom nicht abschalten würden.»

Videosimulation zeigt Katastrophe

Auch die Stadt Ipswich mit 15'000 Einwohnern wurde von den Wassermassen überschwemmt, die sich ihren Weg weiter nach Brisbane bahnten. Bis zum Nachmittag standen 3000 Häuser unter Wasser, 1100 Bewohner retteten sich nach Angaben in von Bürgermeister Paul Pisasale in Evakuierungszentren. Videos zeigten Pferde, die im braunen Wasser schwammen und dann eine Pause einlegten, indem sie den Kopf auf ein Hausdach legten - die einzige trockene Stelle, die sie erreichen konnten.

Eine Videosimulation zeigt die möglichen Folgen eines weiteren Pegelanstiegs des Flusses. Die australische Firma AAM dokumentiert ein Katastrophenszenario bei einem Anstieg auf 5,5 Meter. Grosse Teile der Stadt würden überschwemmt.

Quelle: http://www.aamgroup.com

AFP/mrs/raa

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