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Zurück in die ZukunftThun: «City» wird wieder «Waaghaus»

Im ehemaligen Kino City fahren demnächst die Baumaschinen auf. Das Kino wird ein Gastro- und Eventlokal – mit historischem Touch.

So soll der ehemalige Saal des Kinos City als Restaurant- und Event-Saal des neuen Waaghauses dereinst aussehen.
So soll der ehemalige Saal des Kinos City als Restaurant- und Event-Saal des neuen Waaghauses dereinst aussehen.
Foto: PD
Das Restaurant Waaghaus im ehemaligen Tearoom City ist geprägt vom historischen Wandbild (links).
Das Restaurant Waaghaus im ehemaligen Tearoom City ist geprägt vom historischen Wandbild (links).
Foto: PD
Die Waaghaus-Terrasse direkt an der Aare soll bis zu 100 Personen Platz bieten.
Die Waaghaus-Terrasse direkt an der Aare soll bis zu 100 Personen Platz bieten.
Foto: PD
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Einst wurde im Waaghaus gewogen, wer mit Ware nach Thun wollte; eine Szenerie, die der Grafiker Etienne Claré in seinem vier Meter langen Wandgemälde im heutigen Tearoom City wunderbar inszeniert hat. Um dieses Gemälde dreht sich künftig der optische Auftritt des Gastro- und Event-Lokals, das in den nächsten Monaten in den Mauern des ehemaligen Kinos City entsteht. Und dieses Bild hat dem Lokal seinen künftigen Namen von einst zurückgegeben: Waaghaus.

Multifunktionaler Saal

Im heutigen Tearoom entsteht ein vollwertiges Restaurant mit 46 Plätzen, hinzu kommt an der Aare eine Terrasse mit bis zu 100 Plätzen. Im ehemaligen Kino entsteht ein multifunktionell nutzbarer Saal mit bis zu 400 Plätzen. Gestalterisches Highlight dürfte das Oberlicht werden: Das Dach wird nach heutigem Standard saniert und energetisch gedämmt. Dabei wird ein grosszügiges Oblicht eingebaut, sodass der einst dunkle Kinosaal künftig lichtdurchflutet sein wird.

Gemäss Simon Eisenmann, Marketingverantwortlicher bei der Phil Schub AG, welche den Umbau im Waaghaus plant und das Lokal dereinst auch selbst betreibt, soll der Saal verschiedene Funktionen haben. Er wird fürs Restaurant sowie als Lokal für eigene Events genutzt. Zudem können externe Personen oder Firmen den Saal mieten für ihre Anlässe. «Wir rechnen damit, in den nächsten Wochen die Baubewilligung zu erhalten», sagt Eisenmann. Ziel sei, im Juni mit den Bauarbeiten zu starten und das Lokal im Winter 2020/21 zu eröffnen.

Regionales Schaffen im Fokus

«Für uns steht die regionale Verankerung im Vordergrund», sagt Eisenmann, «und zwar auf allen Ebenen.» Will heissen: Gastronomisch setzt der Betrieb auf Gerichte, die vorab mit Kartoffeln und Poulet aus regionaler Produktion stammen. Finanziell beteiligen sich gemäss Eisenmann primär regionale Investoren und KMU an der Phil Schub AG und damit auch am Waaghaus. «Das geht so weit, dass sich auch Firmen finanziell engagieren, welche die anstehenden Bauarbeiten ausführen», sagt Simon Eisenmann.

Gemäss den letzten Herbst kommunizierten Plänen beläuft sich das Aktienkapital der Phil Schub AG bis zum Baustart auf 700’000 Franken. «Wir sind auf Kurs», sagt Eisenmann – und kündigt gleichzeitig an, dass noch im Mai eine «Volksaktie» lanciert werden soll, mit der sich auch Private mit einem vergleichsweise kleinen Betrag engagieren können. Gemäss den Projektunterlagen rechnen die Projektverantwortlichen insgesamt mit Investitionskosten von 1,3 Millionen Franken.