US-Finanzminister sagt Wirtschaftstreffen in Riad ab

Wegen den Unklarheiten im Fall Khashoggi fährt Steven Mnuchin nicht ans «Davos in der Wüste» in Saudiarabien.

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat sich nach Beratung mit US-Präsident Donald Trump und Aussenminister Mike Pompeo gegen die Reise nach Riad entschieden. (Bild: AFP)

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat sich nach Beratung mit US-Präsident Donald Trump und Aussenminister Mike Pompeo gegen die Reise nach Riad entschieden. (Bild: AFP)

Nach tagelanger Unsicherheit hat nun auch US-Finanzminister Steven Mnuchin seine Teilnahme an einer grossen Investoren-Konferenz in Saudiarabien abgesagt. Er habe sich mit US-Präsident Donald Trump und Aussenminister Mike Pompeo in der Sache beraten, schrieb Mnuchin am Donnerstag auf Twitter.

«Wir haben entschieden, dass ich nicht am Future-Investment-Initiative-Gipfel in Saudiarabien teilnehmen werde, schrieb Mnuchin. Hintergrund ist das Verschwinden des Journalisten Jamal Khashoggi, für das die Führung in Riad verantwortlich gemacht wird.

Viele Absagen für das Treffen

Der US-Finanzminister reiht sich damit in eine grosse Zahl von Absagen aus Politik und Wirtschaft für die Konferenz ein, die international auch als «Davos in the Desert» («Davos der Wüste») bekannt ist und zu den grössten Wirtschaftstreffen der Welt gehört.

Unternehmer wie der Brite Richard Branson haben ebenso abgesagt wie die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde. Eine Entscheidung von Siemens-Chef Joe Kaeser steht noch aus. Auch der niederländische Wirtschaftsminister Wopke Hoekstra und Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire werden nicht dabei sein.

anf/sda

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