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Trump liess keine Gnade waltenUSA richten erste Frau seit 67 Jahren hin

Lisa Montgomery hatte 2004 eine schwangere Frau getötet und ihr das Kind aus dem Bauch geschnitten. Nun wurde sie trotz Appellen, sie zu begnadigen, hingerichtet.

Es war die erste Hinrichtung einer Frau durch die US-Bundesjustiz seit dem Jahr 1953: Lisa Montgomery.
Es war die erste Hinrichtung einer Frau durch die US-Bundesjustiz seit dem Jahr 1953: Lisa Montgomery.
Foto: Keystone

In den USA ist das erste Mal seit fast 70 Jahren eine Frau durch die US-Bundesjustiz hingerichtet worden. Das Todesurteil gegen Lisa Montgomery sei am Mittwoch in der Justizvollzugsanstalt Terre Haute im Bundesstaat Indiana vollstreckt worden, teilte das US-Justizministerium mit. Der Oberste Gerichtshof hatte kurz zuvor den Weg für die Hinrichtung frei gemacht. Die 52-Jährige war wegen eines grausamen Mordes an einer Schwangeren zum Tode verurteilt worden.

Ein Gericht im Bundesstaat Indiana hatte die Vollstreckung des Urteils am Montag wegen Zweifeln an Montgomerys Geisteszustand zunächst ausgesetzt. Ein Berufungsgericht hob die Entscheidung einen Tag später jedoch auf. Der Supreme Court in Washington gab am Mittwoch schliesslich den Behörden Recht. Es war die erste Hinrichtung einer Frau durch die US-Bundesjustiz seit dem Jahr 1953.

Hinrichtungen durch Bundesjustiz 17 Jahre lang ausgesetzt

Montgomery hatte 2004 eine Hochschwangere erwürgt und ihr dann das Baby aus dem Bauch geschnitten. Einen Tag nach der Tat wurde sie in ihrem Haus in Skidmore im US-Bundesstaat Missouri rund 250 Kilometer vom Tatort entfernt festgenommen. Das geraubte Baby, das die grausige Tat überlebte, hatte sie bei sich. Vor ihrem Geständnis erzählte sie der Polizei und ihrem Mann, dass sie das Mädchen selbst zur Welt gebracht habe. Montgomery wurde im Jahr 2007 zum Tod verurteilt.

Das US-Justizministerium entschied im vergangenen Jahr in ihrem Fall sowie bei zwölf anderen zum Tode verurteilten Häftlingen in US-Bundesgefängnissen, dass die Hinrichtungen vollzogen werden sollten. Zuvor waren Hinrichtungen durch die Bundesjustiz 17 Jahre lang ausgesetzt gewesen. Der scheidende US-Präsident Donald Trump ist ein Befürworter der Todesstrafe. Ein Gnadengesuch von Montgomerys Anwälten ignorierte er.

AFP/step

67 Kommentare
    Lucas Basel

    «Der scheidende US-Präsident Donald Trump ist ein Befürworter der Todesstrafe.»

    Nachdem er Hochverrat begangen und einen Staatsstreich anzetteln wollen - sollte, müsste, könnte doch auch dieses auf ihn in konsequenter Weise angewandt werden?