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Neue SelbsthilfegruppeVerdingkinder sollen sich nicht ins Schweigen flüchten müssen

Wer über seine Erfahrungen als Verdingkind sprechen will, stösst bei Aussenstehenden oft auf Unverständnis. Nun will eine Betroffene im Berner Oberland eine Selbsthilfegruppe gründen.

«Der Austausch mit anderen ehemaligen Verdingkindern hat mir Mut und Zuversicht gegeben», sagt die Frau, die nun weitere Betroffene zur Gründung einer Selbsthilfegruppe im Berner Oberland sucht.
«Der Austausch mit anderen ehemaligen Verdingkindern hat mir Mut und Zuversicht gegeben», sagt die Frau, die nun weitere Betroffene zur Gründung einer Selbsthilfegruppe im Berner Oberland sucht.
Foto: Sibylle Hunziker

«Das musst du doch mal vergessen!» Oder: «Verdingkinder?Das sind doch immer die gleichen Geschichten.» Solche Sätze machen die ansonsten ruhige und besonnene Oberländerin wütend. Der Frau fällt es immer noch nicht leicht, über ihre Kindheit zu sprechen. Es sei aber immer noch besser als weiter schweigen zu müssen zu dem Unrecht, das sie erdulden musste.

Ein Kind wird ein «Fall»

Ihr leiblicher Vater ist der damalige Vermieter der Familienwohnung. «Mein Stiefvater anerkannte mich als sein eigenes Kind», berichtet die Frau. «Vermutlich wollte er die Familie zusammenhalten.» Ihre Halbgeschwister gingen damals alle zur Schule.

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