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Falsche Zahlen verbreitetVerwirrung um das «Wunder von Tübingen»

Die süddeutsche Stadt sorgte mit spektakulären Erfolgen beim Schutz der Alten für Schlagzeilen. Nun musste der schillernde Bürgermeister Boris Palmer Fehler eingestehen.

Unter Druck: Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Die Grünen).
Unter Druck: Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Die Grünen).
Foto: ThomasxDingesx imago images/Eibner

Die Aussage tönte wie eine Heilsbotschaft. «Wir haben zuletzt bei den über 75-Jährigen keine Fälle mehr», sagte Boris Palmer, der prominente Bürgermeister Tübingens, diese Woche im «Tagesspiegel».

Hat die süddeutsche Stadt tatsächlich das Rezept gefunden, um gefährdete Menschen vor dem Coronavirus zu schützen?

Fast alle Medien in Deutschland berichteten vom «Wunder von Tübingen» und den Massnahmen, die offenbar Leben retten. Diese bestehen im Wesentlichen aus vier Punkten:

1. Das Personal in Alters- und Pflegeheimen wird regelmässig getestet. Seit einigen Wochen müssen sich auch Besucher konsequent einem Schnelltest unterziehen. «So ist es uns gelungen, das Eindringen des Virus in die Heime in unserer Stadt bisher vollständig zu verhindern», sagte Boris Palmer.

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