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Zur Psyche von Stalkern«Viele Stalker definieren sich über diese eine Beziehung»

Psychotherapeutin Sandra Sommer weiss, wie Stalker ticken. Ein Gespräch über Trennungen, Unsicherheiten und Macht.

Wenn Stalking eine Tagesstruktur gibt: «Wie manche am Morgen nach dem Aufstehen die News checken, checken Stalker das Facebook-Profilbild des Opfers», sagt Sandra Sommer.
Wenn Stalking eine Tagesstruktur gibt: «Wie manche am Morgen nach dem Aufstehen die News checken, checken Stalker das Facebook-Profilbild des Opfers», sagt Sandra Sommer.
Foto: Nicole Philipp

Frau Sommer, als forensische Psychotherapeutin behandeln Sie Stalker, auch solche, die sich strafbar gemacht haben. Sind Stalker psychisch krank?

Ein Viertel der Stalker war vorher schon in psychologischer oder psychiatrischer Behandlung – wegen dissozialer Persönlichkeitsstörungen, Ängsten, Depressionen, Schizophrenie. Aber: So einfach ist es nicht. Das heisst nämlich auch: Ein grosser Teil, drei Viertel nämlich, ist psychisch gesund.

Je nach Studie sind zwischen 63 und 85 Prozent der Stalker männlich. Wie erklären Sie sich das?

Die meisten Delikte werden von Männern begangen, das ist bei Stalking nicht anders.

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