BSV Bern: Von schlecht bis gut

Der BSV Bern hat den RTV Basel nach anfänglichen Problemen 29:23 bezwungen.

Kaspar Arn erzielt auf spektakuläre Art ein Tor.

Kaspar Arn erzielt auf spektakuläre Art ein Tor.

(Bild: Stefan Wermuth)

Reto Pfister

Ein Endergebnis kann auch täuschen, gerade im Handball, wo innert kurzer Zeit viele Treffer fallen können. Der BSV Bern hat den RTV Basel 29:23 besiegt, den erwartet klaren Erfolg gegen den Tabellenletzten eingefahren. Einfach war es aber nicht, das Spiel zu gewinnen, im Gegenteil. Die Berner zeigten auch in dieser Partie zwei Gesichter. Zuerst ein schlechtes.

Die Gastgeber agierten im Angriff ideenlos, scheiterten immer wieder am starken Torhüter André Willimann, während die Basler frech auftraten und ihre Aktionen mit grosser Sicherheit vortrugen. Der BSV lag 5:10 zurück, wurde durch die Schiedsrichter zudem immer wieder in Unterzahl versetzt und hatte grosse Mühe, ins Spiel zu finden. Erst in der 41. Minute ging das Heimteam in Führung und gewann dann doch deutlich.

Die Nerven behalten

Der BSV kämpft derzeit offensichtlich mit dem Problem, nicht über die ganzen 60 Minuten eine gute Darbietung zeigen zu können. «Die Sicherheit in unserem Spiel müssen wir uns wieder erarbeiten, indem wir konsequent unseren Weg weitergehen», nennt Kreisläufer Kaspar Arn den Weg zu konstanteren Leistungen über die gesamte Spielzeit hinweg.

Dennoch gelang es den Bernern, die beiden Partien gegen Pancevo (28:24) und den RTV für sich zu entscheiden und negative Überraschungen gegen spielerisch schwächere Konkurrenten zu verhindern. «Wir haben die Nerven behalten und uns nicht von der Linie abbringen lassen, auch wenn es zu Beginn gar nicht gelaufen ist», sagte Arn. «Dies zeigt, dass wir als Team gut funktionieren.» Auch die vielen verletzungsbedingten Ausfälle haben dazu beigetragen, dass der BSV noch nicht zu konstant guter Form gefunden hat.

Matthias Gerlich (BSV Bern) und Aleksandar Stevic (BSV Bern) im Videointerview. Video: zvg

Auch Arn war davon betroffen. Wegen einer Gehirnerschütterung fehlte er während dreier Wochen. 14 Tage lang konnte er weder trainieren noch Vorlesungen an der Uni besuchen. «Mittlerweile spüre ich keine Nachwirkungen mehr», sagt Arn. Er kann problemlos über eine volle Spieldauer hinweg eingesetzt werden. Dies ist besonders wichtig, weil Luca Mühlemann wegen seiner Handverletzung erst im Laufe des Novembers wieder aufs Feld zurückkehren wird.

Reifeprüfung in Pancevo

Als nächste Aufgabe folgt das Challenge-Cup-Rückspiel im serbischen Pancevo am kommenden Sonntag (19 Uhr). Der BSV reist mit einem Viertorevorsprung an und sollte in der Lage sein, sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Um nicht in Gefahr zu geraten, auszuscheiden, bedarf es der erwähnten Sicherheit im Spiel. Damit Pancevo erst gar nicht zu Hochform findet und mit der Unterstützung des Publikums die Berner in Bedrängnis bringen kann.

BSV Bern – RTV Basel 29:23 (11:13)

905 Zuschauer. – SR Abalo/Maurer. - Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen BSV Bern, 2-mal 2 Minuten gegen RTV Basel. – BSV Bern: Tatar (8 Paraden); Eggimann (3), Schneeberger, Kaleb (3), Getzmann (8/3), Isailovic, Kusio (4), Spinola, Gerlich (4), Strahm (1), Rohr, Arn (6). – ohne Baumgartner, Mühlemann, Milosevic und Weingartner (alle verletzt), Rosenberg und Freiberg nicht eingesetzt.

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