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Wie Andreas Aebi Nationalrat wurdeVon seiner Kandidatur erfuhr er aus der Zeitung

Ein Jahr lang amtet Andreas Aebi nun als Nationalratspräsident. Dass er seinerzeit ins Bundeshaus gewählt wurde, verdankt er einem Zufall – und einem heute 84-jährigen Freund.

Andreas Aebi im 2007, dem Jahr seiner erstmaligen Wahl in den Nationalrat.
Andreas Aebi im 2007, dem Jahr seiner erstmaligen Wahl in den Nationalrat.
Foto: Charly Rappo

Es gibt die einen Politiker. Sie investieren grosse Summen in Wahlkampagnen, sind häufig in den Medien, ordnen ihrem Ziel alles unter – und werden doch nicht gewählt. Und es gibt die andern Politiker. Sie stehen eines Morgens auf, lesen nichts ahnend in der Zeitung, dass sie für ein Amt nominiert sind, lassen sich überreden – und starten dann richtig durch.

Zu dieser zweiten Kategorie zählt Andreas Aebi. Der Mann, der soeben mit einem der besten Ergebnisse aller Zeiten zum Nationalratspräsidenten gewählt wurde.

Die Geschichte beginnt an einem Abend im November 2006. Im Sumiswalder Bärensaal treffen sich die Delegierten des SVP-Landesteils Emmental zur Versammlung. Wichtigstes Traktandum: die Nomination der Nationalratskandidaten. Fünf Männer darf die Emmentaler SVP auf die Wahlliste setzen. Plus zwei bis drei Frauen. «Frauen haben wir aber keine gefunden», hält der Präsident kurz und bündig fest. Wie lange man gesucht hat, bleibt offen.

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