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Warum derjenige, der Witz hat, oft die Macht hat

Wolodimir Selenski bei der Moderation einer Comedy-Show. Foto: AFP

SZ: Herr Ruch, wie ist es zu erklären, dass es Komikern auf einmal so leicht fällt, Wählermassen zu mobilisieren?

Warum trauen wir den Wandel nun aber ausgerechnet jemandem zu, den man eigentlich nicht ernst nimmt, weil er die wichtigen Dinge auch nicht ernst nimmt?

Ein Narr, der sich traut, die Herrschenden mit seinen Witzen infrage zu stellen.

Sie haben einmal gesagt, dass man mit Humor alles viel besser verkaufen kann, man kann sogar bessere Reden halten und bessere Werbung machen. Warum ist das so?

Was kann denn einer, der die Leute zum Lachen bringt, was andere nicht können?

Hat derjenige, der den Witz macht, die Macht – zumindest für einen Moment?

Ich finde es problematisch, wenn Trump als humorvoll bezeichnet wird.

Die Macht hat so jemand, weil er schneller ist als die anderen und Sachverhalte pointiert auf eine andere Ebene heben kann?

Ist das Lachen eine Form der Unterwerfung gegenüber dem, der den Witz macht?

Das Lachen als Zeichen der Anerkennung, weil jemand etwas pointierter ausdrückt, als ich das vermag?

Also stimmt das Klischee: Der Mann muss die Frau zum Lachen bringen?

Über gleiche Witze zu lachen, heisst auch, Einigkeit in den Ansichten herzustellen?

Ist es nicht trotzdem erstaunlich, dass Menschen, die Witze machen, die Führung eines Landes zugetraut wird?