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Meinung zur Ost-West-BeziehungWarum die Welschen so empfindlich tun

Streit um Corona, Herablassung und Ignoranz, kulturelle Differenzen: Dass Deutsch- und Westschweizer immer wieder Lämpen haben, ist der Kollateralschaden eines Landes, das kein Nationalstaat sein will.

Differenz verbindet.
Differenz verbindet.
Foto: BZ

Peter Bodenmann, Meister der ironischen Provokation, sprach von der welschen «Todesküsschen-Kultur». Er wurde in der Folge als «griesgrämiger Hotelier» karikiert. Ein Artikel dieser Zeitung hatte den Kulturstreit zwischen Romands und Deutschschweiz wieder angefacht. Die Erklärung dieses Artikels dafür, dass in Kantonen wie der Waadt dermassen viele Corona-Erkrankungen ausgebrochen waren, lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Nonchalance.

Die Reaktionen der Westschweizer Presse auf die Leichtigkeits-Denunziation fielen heftig aus. Sie gründen in zwei klassischen Motiven: Erstens ist der Groll gegen die Deutschschweizer Mehrheit das einzige Thema, das die Romandie eint. Zweitens haben die Deutschschweizer, das ist wahr, keine Ahnung von den Welschen. Sie behandeln sie wie Ferienschweizer.

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