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Essay zur Berner StadtplanungWenn Menschen um ihre Bäume kämpfen

Im Wald ist ein Baum ein Baum. In der Stadt hingegen sind alte Bäume und Alleen immer wieder ein Politikum. Sie sind wichtig – und ein Killerargument gegen Entwicklung, wie der Berner Hirschengraben zeigt.

Der Hirschengraben mit einem Schneehauch 1943.
Der Hirschengraben mit einem Schneehauch 1943.
Foto: Eugen Thierstein/Burgerbibliothek Bern

«Solange in uns eine Ader lebt, gibt keiner nach» steht am Adrian-von-Bubenberg-Denkmal, des Helden der Schlacht von Murten. Stolz und mit stoischer Ruhe scheint er das Wuseln am oberen Hirschengraben in Bern zu beobachten. Busse und Trams fahren vorbei, Radfahrerinnen ziehen schnelle Kurven und Fussgänger queren eiligen Schrittes Strassen und Geleise. Adrian von Bubenberg steht mittendrin und bleibt fast unbemerkt.

Ähnlich unnachgiebig, wie unter Bubenberg gegen die Burgunder gekämpft wurde, wird derzeit in Bern debattiert: Wie sehr darf sich im Zuge des Bahnhofumbaus der Platz unter dem Denkmalsockel verändern? Soll die neue Geleise-Unterführung bis zum Hirschengraben verlängert werden? Oder würde damit ein Ort verschandelt – für viel Geld?

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