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Vierter Sieg der SCL TigersWenn Wiedersehen keine Freude macht

Die Langnauer bezwingen Ambri 3:1, weil sie sich für einmal sehr effizient zeigen. Damit verderben sie ihrem langjährigen Torhüter Damiano Ciaccio gehörig den Sonntag.

Der Anfang vom Ende für Ambri: Tigers-Captain Pascal Berger lenkt einen Schuss von Yannick Blaser zum 1:0 ab.
Der Anfang vom Ende für Ambri: Tigers-Captain Pascal Berger lenkt einen Schuss von Yannick Blaser zum 1:0 ab.
Foto: Alessandro Crinari (Keystone)

Er war einmal einer der ihren. Und das sogar für lange Zeit. Während sechs Saisons stand Damiano Ciaccio im Tor der SCL Tigers. Der Romand hatte massgeblichen Anteil an der Rückkehr in die National League 2015 und an der Playoff-Qualifikation 2019. Aber zuletzt hatte sich Ciaccio im Emmental nicht mehr wohlgefühlt, auch, weil er an Ivars Punnenovs nicht vorbeikam. Er entschied sich trotz weiterlaufendem Vertrag für einen Wechsel zu Ambri.

Doch das erste Wiedersehen mit seinem alten Arbeitgeberbeim ersten Rencontre in dieser Saison zwischen Ambri und Langnau hüteten Benjamin Conz und Gianluca Zaetta das Torwird für den Keeper eines zum Vergessen. Die SCL Tigers setzen sich in der Valascia verdient mit 3:1 durch. Und es gibt gute Gründe für den Sieg der Gäste.

Ein Musterangriff führt zur Entscheidung

Zum einen verliert Ciaccio das Duell mit Punnenovs deutlich; das dritte Tor durch Benjamin Neukom muss er auf seine Kappe nehmen. Zum anderen gelingt es den Langnauern, das starke Powerplay Ambris (bereits 18 Tore) in Schach zu halten, diese reüssieren in Überzahl erst, als die Partie schon fast gelaufen ist (56. Müller). Hinzu kommt die Effizienz: Die SCL Tigers schiessen nur 20-mal auf das Ambri-Tor, sind aber dreimal erfolgreich.

Dabei standen die Vorzeichen alles andere als gut für die Equipe von Rikard Franzén. Ambri konnte mit zuletzt drei Siegen de suite viel Selbstvertrauen tanken, derweil Langnau am Freitag in Freiburg (1:4) wenig zu melden hatte. Und doch sind es die Emmentaler, die das Spieldiktat nach ausgeglichenem Startdrittel übernehmen. Pascal Berger gelingt mit einem abgelenkten Schuss in Überzahl die Führung (28.), von da an haben die SCL Tigers das Geschehen mehrheitlich im Griff. Für die Differenz sorgen sie zu Beginn des letzten Drittels. Nach einem Bullygewinn in der eigenen Zone führt ein Musterangriff über Marcus Nilsson und Ben Maxwell zum 2:0. Nur 34 Sekunden später liegt die Scheibe schon wieder hinter CiaccioNeukom kann sich den ersten Saisontreffer notieren lassen.

Drei Heimspiele für Langnau

Das Motto in der National League lautet bekanntlichCorona sei Dank: Was heute gilt, kann allerspätestens morgen wieder anders sein. Und so wird das Programm der SCL Tigers in schöner Regelmässigkeit über den Haufen geworfen. Beispiel gefällig? Eigentlich sollten die Langnauer am Dienstag gegen Servette und am Freitag gegen Rapperswil antreten. Doch weil sich die Genfer in Quarantäne befinden, wurden die Karten einmal mehr neu gemischt. Stand Sonntagabend stehen den SCL Tigers kommende Woche nun drei Heimspiele bevor: am Dienstag gegen Gottéron, am Freitag gegen Davos und am Samstag gegen Rapperswil. Aber es sei noch einmal festgehalten: Was heute gilt...