Er war bei YB in der KabineWeshalb Pelé den Young Boys einen Besuch abstattete
Die verstorbene brasilianische Fussballlegende sah 2004 in Genf, wie die Berner Servette 2:0 schlugen.

Es ist ein Moment, an den sie sich immer erinnern werden.
Als die Young Boys im April 2004 in Genf gastieren, erfolgt der Höhepunkt vor den 90 Minuten, um die es gewöhnlich geht. Pelé, der vielleicht beste Fussballer in der Geschichte, schaut in ihrer Kabine vorbei und posiert mit den Bernern, ehe sie Servette 2:0 bezwingen werden – nach einem Eigentor des Heimteams sowie einem Treffer Thomas Häberlis, erzielt im Anschluss an einen Eckball von Gürkan Sermeter.
Pelé reiste auf Einladung von Marc Roger in die Westschweiz, Servettes damaligem Präsidenten. Er ist zu diesem Zeitpunkt 64 und erweist sich als ausgesprochen volksnah. Den Anstoss führt er aus, in der Halbzeitpause lässt er sich mit Kindern ablichten.

Als er den Spielern in der Garderobe einen Besuch abstattet, werden die Handys nicht im grossen Stil gezückt. iPhones gibt es damals noch nicht, der Renner ist ein aufklappbares Mobiltelefon von Vodafone.
Für die Young Boys ist die Partie nicht nur wegen der Begegnung mit der brasilianischen Fussballlegende eine wichtige. Durch ihren Sieg sichern sie sich Rang 2. Zwingend ist ihr Erfolg an jenem Tag nicht. YB stellt nicht unbedingt das bessere, aber das deutlich effizientere Team.

Die YB-Ausgabe von damals geniesst bei der Anhängerschaft unverändert ein hohes Standing. Ihre Heimspiele trug sie im Stadion Neufeld aus. Stéphane Chapuisat, unterdessen Chefscout, war im gehobenen Spitzensportleralter von 35 der Leader. Zwei Monate nach der Begegnung mit Pelé lief er an der EM in Portugal ein letztes Mal für die Schweiz auf.
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