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Serienmörder «The Serpent»Wieso tötete er Hippies?

Eine Netflix-Miniserie erzählt die Geschichte des Serienmörders Charles Sobhraj, der in den 70ern Asientouristen im Aussteigerparadies jagte. Wir klären, ob sich «The Serpent» an die Fakten hält und worüber sich das Publikum beschwert.

Hauptdarsteller Tahar Rahim hatte anfänglich Mühe, den als «Bikini-Killer» bekannt gewordenen Verbrecher Charles Sobhraj zu spielen, da dieser ein Betrüger ohne Empathie gewesen sei.
Hauptdarsteller Tahar Rahim hatte anfänglich Mühe, den als «Bikini-Killer» bekannt gewordenen Verbrecher Charles Sobhraj zu spielen, da dieser ein Betrüger ohne Empathie gewesen sei.
Foto: BBC, Mammoth Screen

Kann das alles wahr sein? Die Serie «The Serpent» ist so spannend, dass keine Sekunde bleibt, um die Fakten nachzuschlagen. Gab es diesen charmanten, polyglotten Mörder wirklich? Konnte er tatsächlich die Behörden so lange narren? Wir wollten es genau wissen. Aber Vorsicht: Der Artikel enthält Spoiler. Darum besser zuerst die Serie schauen und dann erst lesen.

Wie brutal war der Mörder wirklich?

Charles Sobhraj wird in Indien verhaftet. Aufnahme von 1977.
Charles Sobhraj wird in Indien verhaftet. Aufnahme von 1977.
Foto: Dukas

Er verbrannte Opfer bei lebendigem Leib: Hatchand Bhaonani Gurumukh Charles Sobhraj, wie der aus Vietnam stammende Franzose mit vollem Namen heisst, war ein Sadist, der mindestens zwölf Leute umbrachte. Er steigerte sich nicht in einen Blutrausch, wie andere Serientäter, sondern er mordete aus kalter Berechnung. Und Überheblichkeit: «Ich bin gescheiter als Jesus», sagte er einmal und glaubte tatsächlich, er stehe über allen – den naiven Hippies sowieso. Sein erstes Opfer liess er im Badekleid am Strand liegen, weshalb er auch der Bikini-Killer genannt wurde. Und wegen seiner Eigenschaft, der Polizei und den Behörden immer wieder zu entwischen, bekam er bald den Übernamen, der dieser Serie den Titel gegeben hat: «The Serpent», also die Schlange.

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