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Früher Beizenschluss wegen CoronaWie die Stadt Bern um 19 Uhr in den Tiefschlaf versank

Der Bundesrat hat der Schweiz Ruhe verordnet. Am Samstag kurz nach 19 Uhr war die Stadt Bern fast menschenleer. Das Protokoll einer Ruhigstellung.

Das Restaurant Rinngenberg hatte bereits kurz vor 19 Uhr keine Gäste mehr auf der Terrasse.
Das Restaurant Rinngenberg hatte bereits kurz vor 19 Uhr keine Gäste mehr auf der Terrasse.
Foto: Iris Andermatt

Am Freitag nimmt der Bundesrat «das Heft wieder in die Hand», wie es Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (SP) formulierte. Gleich am Folgetag tritt die wohl einschneidendste Massnahme in Kraft: Die Restaurants in der ganzen Schweiz müssen um 19 Uhr schliessen. Nur Kantone, in denen die epidemiologische Lage einigermassen gut ist, dürfen über eine spätere Schliessung entscheiden. Der Kanton Bern gehört nicht dazu. Hier das Protokoll einer Stadt, die am Samstag früh wie nie mehr seit dem Lockdown in den Tiefschlaf versank.

16.45 Uhr, Marktgasse

Die Bernerinnen und Berner sind im Weihnachtsstress. Sie nützen die letzten Minuten vor dem Ladenschluss, um Weihnachtseinkäufe zu tätigen. In den Lauben in der Marktgasse ist der Strom der Konsumfreudigen aber nicht mehr ganz so dicht wie am früheren Nachmittag. Viele nehmen grosse Taschen mit Geschenken mit nach Hause. Einige haben es eilig, um kurz vor Ladenschluss um 17 Uhr noch letzte Einkäufe zu machen. Es gibt keine Möglichkeit, am Sonntag das Verpasste nachzuholen. Der Bundesrat hat am Freitag die Sonntagsverkäufe im ganzen Land verboten.

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