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Jugendseite PfefferWie erlebt man den Sterbensweg der Menschen?

Jeder hat seine eigenen Vorstellungen vom Sterben. Deswegen kann man nicht sagen, wie man genau stirbt.

Alle Menschen erfahren das Sterben unterschiedlich.
Alle Menschen erfahren das Sterben unterschiedlich.
Foto: Jugendreporter

Die Jugendreporterinnen befragten Sabrina Zeller zum Thema Sterben. Sie sagt, es gehört dazu, zu sterben, sowie man auch geboren wird. Sie macht ihre eigenen Erfahrungen zuerst als Pflegefachfrau im Spital Thun. Es gibt sicher andere Personen, die mit ihr arbeiten, die mehr Erfahrungen haben als sie.

Man erlebe das Sterben sehr unterschiedlich, aber es gebe gewisse Gemeinsamkeiten wie die, dass der Mensch es selber möchte oder es weiss aufgrund seiner Krankheit beziehungsweise Diagnose. «Der Körper verändert sich auch. Zum Beispiel werden die Arme und Beine kalt sowie marmoriert verfärbt, oder man hat einfach auch keine Kraft mehr.» Oft werde gesagt, die grösste Angst sei, zu ersticken.

Wo kann man hin?

Wenn dann mal jemand während ihrer Schicht stirbt, sei es ja oft absehbar. «Wenn man Mühe hat, es zu verarbeiten, hat man ja ein Team, das immer hinter einem steht.» Auch helfen könne, wenn man die Rolle als Berufsperson einnehme, solange man die Arbeitskleidung trage, und sie dann, wenn man fertig sei, wieder ablege. «So hat man eine gewisse Distanz», sagt Sabrina Zeller.

Wenn man privat Probleme habe, gebe es ja immer noch die Familie, wobei man ihr gegenüber aber eine gewisse Schweigepflicht habe. «Oder man geht zu einem Pfarrer. Die haben dann Zeit und hören dir auch aufmerksam zu.»

Immer noch ein Tabuthema

Sie findet, man rede in unserer Gesellschaft zu wenig über den Tod und schaue das Sterben oft noch als Tabuthema an, obwohl es zum Leben gehöre. Was sicher von Vorteil ist, dass man nicht weiss, wann es so weit ist. «Der Tod wird in unserer Gesellschaft sehr unnatürlich behandelt», sagt Sabrina Zeller.

Das Fazit der Jugendreporterinnen: Also, sprecht über den Tod und schämt euch nicht davor, denn es ist etwas, das jedem passiert. Wir als junge Personen sollten lernen, auch über den Tod zu sprechen. Auch wenn es schwierig ist aber es ist etwas komplett Natürliches.