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Erster Wirtschaftsboss rudert zurück«Wir haben die Lage falsch beurteilt»

Andreas Züllig, oberster Hotelier des Landes, denkt im Nachhinein, dass die Wirtschaft den Bundesrat im Oktober besser nicht zur Zurückhaltung gedrängt hätte. Seinem Hotel dürfte trotzdem ein guter Winter bevorstehen.

Weihnachten kann kommen: Andreas Züllig im Innenhof seines Hotels in der Lenzerheide.
Weihnachten kann kommen: Andreas Züllig im Innenhof seines Hotels in der Lenzerheide.
Foto: Nicola Pitaro

Es ist angerichtet für das wichtige Endjahresgeschäft. Der oberste Hotelier der Schweiz ist guter Laune, als er für den Fotografen durch den tiefen Schnee stapft. Sein Schweizerhof in der Lenzerheide ist aktuell gut besucht. Hier im verschneiten Bündnerland ist es so friedlich, dass man für einen Moment vergisst, dass das Land in seiner tiefsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg steckt.

Herr Züllig, die Lenzerheide ist kniehoch eingeschneit. Gleichzeitig hat der Bundesrat den Skigebieten eine Vorzugsbehandlung gewährt. Sie müssen Luftsprünge machen.

Nein. Die Rahmenbedingungen für einen anständigen Winter scheinen zwar für eine Mehrheit der Berghotels zu stimmen. In St. Moritz, Zermatt oder Verbier, wo traditionell viele Ausländer hinfahren, werden allerdings viele Betten kalt bleiben. Ein Nachteil ist zudem der Kalender: Die Saison endet früh, weil Ostern 2021 schon auf Anfang April zu liegen kommt. Weihnachten und Neujahr liegen jeweils auf dem Wochenende, wodurch die Leute weniger freie Tage zum Skifahren haben.

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