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Leserreaktionen«Wir haben es genossen, in China ohne Corona zu leben»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zu Quarantäne-Gruselgeschichten von China-Reisenden.

Corona-Test am Flughafen Shanghai.
Corona-Test am Flughafen Shanghai.
Bild: Reuters

Zu «China: Gruselgeschichten aus der Quarantäne»

China hat die Corona-Epidemie weitestgehend im Griff. Das hängt auch mit den strengen Einreisebestimmungen mit einer zweiwöchigen Hotel-Quarantäne zusammen. Meine vierköpfige Familie kam am 7. Dezember in Shanghai an. Zuvor hatten wir PCR- und IgM-Tests gemacht. Bei der Ankunft wurde je ein PCR-Test gemacht. Die Leute waren sehr rücksichtsvoll. So mussten die Kinder nur einen Rachenabstrich machen und erhielten sogar einen Schleckstengel. Dann wurden wir per Bus in ein Mittelklasse-Hotel zur Quarantäne gebracht. Jeden Tag wurde die Temperatur gemessen. Am Ende der Quarantäne wurde noch ein PCR-Test durchgeführt mit Abstrich im Rachen. Weder gab es eine Blutentnahme noch eine Stuhluntersuchung. Die Kinder durften bei uns im Zimmer wohnen. Vielleicht haben andere Leute schlechtere Erfahrungen gemacht; wir hatten keine Probleme und genossen es, dank der Massnahmen der Regierung in China ohne Corona zu leben. Erich Metzger, Urdorf

Zu Eltern, die sich gegen Corona-Massnahmen wehren

Es ist zum Heulen. Da sind Millionen von Kindern schutzlos der Kälte und dem Wind ausgesetzt, und bei uns kämpfen immer mehr Eltern gegen die Corona-Massnahmen. Diese würden ihre Kinder nicht schützen, sondern psychisch krank machen und sozial schädigen. Dabei ist nach Informationen des Unicef-Kinderhilfswerkes allein in Syrien, Jordanien und dem Libanon die Lage für 2,8 Millionen Kinder dramatisch, weil ihnen Winterkleider, Medizin, sauberes Wasser und warme Mahlzeiten fehlen. Natürlich gibt es leider auch bei uns Kinder, die unter der Kälte und Nässe leiden. Auch ihnen muss geholfen werden. Aber es ist kein Vergleich zu jenen Kindern, die in bitterer Armut leben müssen. Sich für sie einzusetzen wäre sinnvoller als der Kampf gegen die alles in allem für Schulkinder sinnvollen Massnahmen. Annemarie Battaglia-Eggenberger, Spiez

Zur BLS

Leider hat sich die BLS in letzter Zeit vermehrt auf ein Nebengleis manövriert. Als Ende der 60er-Jahre Stimmen laut wurden, die BLS von den SBB zu übernehmen, hat sich das Privatbahnpersonal gewehrt und es entstand der Slogan «BLS – bleibt lieber selbständig». Es ist zu hoffen, dass sich die BLS ihrer Verantwortung bewusst ist und sich dem Slogan würdig erweist. Eugen Lüthi, Bern