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60 Milliarden Franken teures Wasser

Ein gigantischer Kanal vom Süden in den Norden Chinas soll unter anderem die Hauptstadt Peking mit Wasser versorgen – jetzt wurde ein Teil der Strecke eingeweiht. Doch die Liste der Kritiker ist lang.

Über Tausende Kilometer soll das Wasser unter anderem nach Peking geleitet werden: Arbeiter bauen einen Teil des Kanals. (27. Februar 2003)
Über Tausende Kilometer soll das Wasser unter anderem nach Peking geleitet werden: Arbeiter bauen einen Teil des Kanals. (27. Februar 2003)
Umweltschützer laufen seit langem gegen den Bau Sturm: Viele Familien wurden für den Bau des Kanals umgesiedelt. (29. August 2010)
Umweltschützer laufen seit langem gegen den Bau Sturm: Viele Familien wurden für den Bau des Kanals umgesiedelt. (29. August 2010)
Am Erfolg des Projektes werden zunehmen zweifel laut: Ein chinesischer Arbeiter läuft an einer Pumpstation vorbei. (8. April 2004)
Am Erfolg des Projektes werden zunehmen zweifel laut: Ein chinesischer Arbeiter läuft an einer Pumpstation vorbei. (8. April 2004)
Ein gigantisches Projekt: Arbeiter bauen einen Teil des Süd-Nord-Wasserkanals in China. (4. Mai 2014)
Ein gigantisches Projekt: Arbeiter bauen einen Teil des Süd-Nord-Wasserkanals in China. (4. Mai 2014)
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China hat einen wichtigen Abschnitt seines gigantischen Wasserkanals vom Süden in den Norden des Landes eröffnet. Über 1400 Kilometer werde das Wasser unter anderem nach Peking geleitet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Die nach rund zehn Jahren Bauzeit in Betrieb genommene Strecke startet am Reservoir Danjiangkou in Zentral-China und soll die Hauptstadt, die Metropole Tianjin und zwei Nord-Provinzen versorgen. Ein erster Abschnitt des insgesamt rund 60 Milliarden Franken teuren Projekts war bereits Anfang November freigegeben worden. Es geht noch auf Pläne von Mao Tse-Tung aus den 1950er-Jahren zurück.

Umweltschützer laufen gegen riesigen Süd-Nord-Kanal Sturm. Weil Wasser aus dem Jangtse und seinen Zuflüssen umgeleitet wird, fürchten sie Schäden an wichtigen Wasserwegen.

Wassermangel ist gross

Zudem hat der zuerst fertiggestellte Abschnitt Zweifel am Erfolg geschürt: Auf dem Weg in den Norden gerieten so viele Schadstoffe ins Wasser, dass es am Ziel in Tianjin kaum brauchbar war.

Dabei ist der Wassermangel in dem auch stark umweltbelasteten Norden gross: In einigen Provinzen steht pro Einwohner weniger Trinkwasser zur Verfügung als in Wüstenregionen des Nahen Osten.

In Chinas Norden sind zudem zahllose Betriebe wie Bekleidungs- und Elektronikfabriken ansässig, die viel Wasser verbrauchen. Im ganzen Land geht ein Viertel des gesamten Wasserbedarfs auf solche Industriezweige zurück, Tendenz steigend.

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