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Actelion mit Gewinnwarnung Rückstellung von bis zu 35 Millionen Euro wegen Schuldenkrise

Der Baselbieter Pharma- und Biotechnologiekonzern Actelion gibt eine Gewinnwarnung heraus: Man werde in der Bilanz 2011 eine Rückstellung von 30 Millionen

bis 35 Millionen Euro wegen der Schuldenkrise in Südeuropa vornehmen. Dort schulden öffentliche Spitäler und Einrichtungen dem Konzern Geld, das wegen leerer Kassen nicht gezahlt wird. Damit werde Actelion seine Ziele für den Betriebsgewinn EBIT im vergangenen Jahr nicht erreichen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Ohne diese Rückstellung hätte man die Ziele für das EBIT-Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich in Lokalwährungen erreichen können, schreibt Actelion im Vorfeld einer Gesundheitskonferenz von J.P. Morgan, die am (morgigen) Dienstag in San Francisco stattfinden wird. Rekurs eingereicht Zudem werde die Rückstellung im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit mit dem japanischen Konkurrenten Asahi Kasei Pharma angepasst. Damit wolle man die im Gerichtsurteil festgelegte Schadenssumme von 407,3 Millionen Dollar berücksichtigen, die Actelion an Asahi zahlen müsse. Zudem fallen Prozesskosten von 8,3 Millionen Dollar an. Ursprünglich hatte ein Gericht in Kalifornien eine Summe von 577 Millionen Dollar festgelegt. Diese Summe hat das Gericht im vergangenen Sommer bereits ein erstes Mal reduziert. Allerdings ist Actelion mit den verschiedenen Gerichtsentscheiden immer noch nicht einverstanden. Deshalb hat der Konzern im Dezember vor dem kalifornischen Appellationsgericht Rekurs eingereicht. Asahi wirft Actelion Vertragsbruch vor. Asahi und das Unternehmen CoTherix hatten für einen Wirkstoff eine Lizenz- und Entwicklungsvereinbarung unterschrieben, die Actelion nach der Übernahme von CoTherix eingestellt hatte. Damit wollte Actelion sein eigenes Produkt nicht gefährden.

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