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Alu-Gigant Rusal findet nach Oligarchen-Streit neuen Präsidenten

Moskau Der weltgrösste Aluminium-Konzern Rusal hat nach einem Machtkampf rivalisierender Milliardäre im Management einen neuen Verwaltungsratsvorsitzenden ernannt.

Nach Angaben des Konzerns vom Freitag übernimmt Barry Cheung von der Hongkonger Derivate-Börse Mercantile Exchange den schwierigen Posten. Seine wichtigste Aufgabe dürfte zunächst sein, nach dem turbulenten Abgang des Oligarchen Viktor Vekselberg, der auch den Industriekonzern Oerlikon kontrolliert und an Sulzer beteiligt ist, bei Rusal für Ruhe zu Sorgen. Branchenexperten bezeichneten zwar die Ernennung eines Aussenstehenden als positiv, stellten aber gleichzeitig infrage, ob Cheung Konzernchef Oleg Deripaska wirklich Paroli bieten könne, wenn es darauf ankommen sollte. Vekselberg hatte den Posten als Chairman nach einem Streit mit Deripaska niedergelegt und diesem schwere Management-Fehler vorgeworfen. Der Aluminiumriese rügte umgehend die ungenügende Amtsführung Vekselbergs und erklärte, mit seinem Rücktritt sei er einem Rauswurf nur zuvorgekommen. Vekselberg, der mit seinen Partnern Unternehmensanteile von 15,8 Prozent hält, hatte sich für einen Verkauf des 25-Prozent-Anteils am weltgrössten Nickel- und Palladium-Hersteller Norilsk Nickel eingesetzt, um die milliardenschweren Schulden Rusals abzubauen. Darüber entbrannte ein Streit unter den Grossaktionären

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