Apple alarmiert Börse mit Prognose zum Weihnachtsgeschäft

Der Konzern gibt sich weniger transparent und will keine iPhone-Absatzzahlen mehr veröffentlichen.

Apple hat die Börse mit seiner Umsatzprognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft enttäuscht.

Apple hat die Börse mit seiner Umsatzprognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft enttäuscht.

(Bild: Keystone)

Weihnachten ist die wichtigste Zeit für das Apple-Geschäft. In diesem Jahr sind Börsianer alarmiert: Der Konzern zeigt sich vorsichtig bei der Umsatzprognose, obwohl mehr teure Geräte im Angebot sind. Zudem wird es keine Absatzzahlen zu iPhone, iPad und Mac mehr geben. Die Zahl binnen drei Monaten verkaufter iPhones, iPads und Mac-Computer sei kein guter Gradmesser für den Erfolg des Apple-Geschäfts, begründete Finanzchef Luca Maestri den Schritt.

Konzernchef Tim Cook griff zu einem Alltagsbeispiel: An der Laden-Kasse werde man auch nicht gefragt, wie viele Artikel im Einkaufswagen liegen. Vor allem die iPhone-Verkaufszahlen wurden stets sehr aufmerksam beobachtet. Es ist das mit Abstand wichtigste Produkt von Apple und die Absatzentwicklung galt als Indikator dafür, wie neue Modelle - und deren Preise - bei den Verbrauchern ankamen. Zugleich wurde die Aussagekraft der Absatzzahlen in der Vergangenheit auch schon durch Lieferengpässe relativiert.

Intransparent wie der Marktführer

Mit der Änderung bereits ab dem laufenden Weihnachtsquartal wird Apples Geschäft ein grosses Stück weniger transparent für Beobachter und Konkurrenten. Viele Rivalen - wie etwa Smartphone-Marktführer Samsung - veröffentlichen bereits keine Absatzzahlen für ihre Geräte mehr. Es gibt lediglich Schätzungen von Analysten. Im vergangenen Quartal waren die iPhone-Verkäufe im Jahresvergleich kaum gewachsen. Apple setzte rund 46,9 Millionen iPhones ab - das waren nur gut 200'000 mehr als im Vorjahresquartal.

Die Erlöse des iPhone-Geschäfts sprangen aber um 29 Prozent auf rund 37,2 Milliarden Dollar hoch. Das liegt daran, dass im vergangenen Jahr das neue iPhone X erst im November auf den Markt kam - und jetzt schon seit September das Nachfolgemodell XS und die grössere und teurere Version XS Max verkauft wurden. Der durchschnittliche Preis eines verkauften iPhones stieg auf 793 Dollar von 618 Dollar vor einem Jahr.

sda

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