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Basler Markthalle nimmt neue Form an - Eröffnung in einem Jahr

Ein Jahr vor der geplanten Eröffnung haben die Verantwortlichen für die neue Nutzung der Basler Markthalle am Donnerstag den Stand der Vermietung bekannt gegeben.

Über die Hälfte der 11'300 m2 Verkaufs-, Beizen-, Event- und Dienstleistungsflächen ist vergeben. Die Markthalle solle keine Konkurrenz zur Innerstadt werden, sondern Ergänzung, sagte Sascha Bauer von der federführenden psm Center Management AG zum angestrebten Angebots-Mix. Zur Lage als Bindglied zwischen Bahnhof SBB und City passe eine mittlere Preislage, nicht jedoch zum Beispiel grosse Billigkleiderläden. Für die frühere Idee, die Markthalle zu einem Zentrum für Nachhaltigkeit zu machen, sei der Markt zu klein, sagte Philipp Strebel von psm. Grossmieter im Untergeschoss wird nun ein Bergsportausrüster. Unter anderen mieteten sich ferner auch die SBB ein, eine Kindertagesstätte und die Ita Wegmann-Klinik. Nachfrage gross Das 14-stöckige Hochhaus, dessen Rohbau neben der historischen Markt-Kuppel inzwischen steht, enthält 45 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern, aber ohne Balkone. Für 1585 bis 7366 Franken brutto Monatsmiete werden sie ab Freitag vermarktet - bei bisher 220 Anfragen von Interessierten dürfte das nicht lange dauern. Zur Nutzung der Riesenhalle unter der denkmalgeschützten Kuppel von 1929 war wenig Konkretes zu erfahren. Die Hall-trächtige Akustik erlaube nach dem Umbau neben Ausstellungen auch Musikanlässe, sagte Christian Blaser von Diener & Diener Architekten. Sieben hölzerne Laden-Boxen ragen in die Halle hinein, die weitgehend frei bleibt. Die Markthalle darf laut Blaser gemäss behördlicher Bewilligung Anlässe mit bis zu 2000 Gästen durchführen. Mitsamt Läden gehe es immerhin um eine Fläche in der Grössenordnung des Barfüsseplatzes - aber überdacht, beheizt und verkehrsfrei. Events statt Pinguine Die Basler Markthalle dient seit Anfang 2004 nicht mehr ihrem einstigen Zweck des Gemüsehandels: Die Basler Regierung hatte den früher dem Kanton gehörenden Bau 2006 für 19 Millionen Fr. der Zürcher Allreal AG übergeben. Damit verbunden waren Auflagen betreffend den Denkmalschutz und die öffentliche Nutzung der Halle. Im vorausgegangenen Auswahlverfahren chancenlos geblieben war das von einer privaten Mäzenin unterstützte Projekt eines Polariums des Basler Zoos mit Pinguinen. Die 1928 und 1929 gebaute Halle zählt mit einem Kuppeldurchmesser von 60 Meter und einer Höhe von 25 Meter zu den weltweit grössten Bauten dieser Art.

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