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BP wird vor Australiens Küste nach Öl bohren

Sydney Der britische Konzern BP wird trotz der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor der Südküste Australiens nach Öl bohren.

BP habe seine Lektion gelernt und garantiere die «höchsten Sicherheitsstandards», versicherte Energie-Minister Martin Ferguson am Montag. Die Erfahrungen, die BP beim schwersten Ölunfall in der Geschichte der USA machte, würden in die Arbeit und Verfahren des Unternehmens einfliessen. Bei der Explosion der Bohrinsel «Deepwater Horizon» im April waren elf Arbeiter gestorben und Millionen Liter Erdöl ins Meer geflossen. BP ist den Angaben zufolge eine von mehreren Firmen, die insgesamt sieben Öl- und Gasfelder vor der Süd- und Westküste Australiens erschliessen sollen. Australien muss Öl und Gas importieren, um seinen Bedarf zu decken. Der Wert der Einfuhren werde in den kommenden Jahren noch steigen, sagte Energieminister Ferguson. Daher sei es «wichtig für die Energiesicherheit», neue Vorkommen auszubeuten und eine «australische Öl-Provinz» vor der Küste zu entdecken. Der durch die US-Ölpest angeschlagene BP-Konzern ist derzeit daran, sich wieder aufzurichten. In Russland sicherten sich die Briten durch den milliardenschweren Einstieg bei Rosneft Zugriff auf lukrative Fördermöglichkeiten in der Arktis. Rosneft und BP planen eine milliardenschwere Überkreuzbeteiligung. BP erhält nach eigenen Angaben 9,5 Prozent an Rosneft. Dafür bekommt der Staatskonzern Rosneft einen Anteil von 5 Prozent an BP. Den Wert des Aktienpakets bezifferte BP am vergangenen Freitag auf 7,8 Milliarden Dollar.

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