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Chefin des «New York Times»-Konzerns geht zum Jahresende

New York Die «New York Times» sucht nach einem neuen Konzernchef.

Janet Robinson, die seit 2004 an der Spitze des Medienunternehmens um die traditionsreiche Zeitung stand, wird den Spitzenjob zum Jahreswechsel aufgeben. Bis sich ein Nachfolger findet, wird Verleger Arthur Sulzberger Jr. die Führung selbst übernehmen, wie aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Robinson werde der «New York Times» ein Jahr lang als Beraterin zur Seite stehen und dafür 4,5 Millionen Dollar bekommen. Über Gründe für den Abgang Robinsons wurden keine Angaben gemacht. Sie selbst schrieb am Donnerstag in einer E-Mail an die Mitarbeiter, sie gehe mit gemischten Gefühlen, wie die «New York Times» in einem Artikel auf ihrer Website berichtete. Zugleich hiess es dort unter Berufung auf informierte Personen etwas verschwommen, Sulzberger habe Robinson vergangene Woche zu einem Treffen gebeten und dabei das Thema einer «anderen Art der Führung» angesprochen. Nähere Details dazu gab es nicht. Die 61-jährige Robinson war fast drei Jahrzehnte bei der «Times». Unter ihrer Führung baute die Zeitung in den vergangenen Jahren konsequent das Internet-Angebot aus und führte vor einigen Monaten eine Online-Bezahlschranke ein, die sogar mehr zahlende Kunden brachte als von Skeptikern erwartet worden war. Zugleich hinterliessen auch die Krise der amerikanischen Zeitungsbranche und die Finanzmarkt-Turbulenzen ihre Spuren. Der Konzern griff unter anderem zu harten Einschnitten bei der Zeitung «Boston Globe» und musste sich zeitweise 250 Millionen Dollar beim mexikanischen Milliardär Carlos Slim leihen.

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