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Chinesische Mobilfunker ziehen gegeneinander vor Gericht

Peking Zwei der grössten Technologie-Konzerne Chinas, Huawei und ZTE, tragen einen Streit um Patentrechte vor europäischen Gerichten aus.

Es ist die erste öffentliche Konfrontation zwischen grossen chinesischen Firmen, die ihre Auseinandersetzung normalerweise unter sich regeln. Huawei kündigte in der vergangenen Woche eine Klage wegen Patent- und Markenrechtsverletzungen durch ZTE in Deutschland, Frankreich und Ungarn an. ZTE wiederum forderte ein französisches Gericht und die chinesische Regulierungsbehörde auf, ein Patent von Huawei ausser Kraft zu setzen. Die beiden Konzerne sehen sich als mögliche Vorreiter der neuen 4G-Technologie bei Mobiltelefonen, eine Position, die auch eine Reihe anderer internationaler Mobilfunk-Konzerne für sich beanspruchen. Diese werfen der chinesischen Führung vor, ihre Firmen durch billige Kredite und Marktbeschränkungen für Mitbewerber zu bevorteilen. Gleichzeitig zeigen die Klagen aber auch die Herausforderungen für das kommunistische Land, aus staatlichen gelenkten Firmen globale Wettbewerber zu machen und von einer Billigfabrik zu einem Produzenten hochwertiger Technologie zu werden. Huawei hat 110'000 Angestellte und meldete 2010 einen Jahresumsatz von 182 Milliarden Yuan (gut 24 Milliarden Franken). ZTE beschäftigt 70'000 Menschen und setzte 2010 70 Milliarden Yuan um.

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