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Das müssen Paris-Besucher wissen

Sicherheitskontrollen, geschlossene Museen, Andrang auf Taxis – die Terroranschläge werden das öffentliche Leben in der französischen Hauptstadt noch lange prägen.

Touristen in Paris: Einige Museen wie hier der Louvre sind bereits wieder geöffnet.
Touristen in Paris: Einige Museen wie hier der Louvre sind bereits wieder geöffnet.
Keystone

Paris bleibt im Ausnahmezustand. Wer als Tourist jetzt in Paris unterwegs ist oder demnächst hinreist, wird dies weiterhin spüren. Eine Übersicht, welche Massnahmen im Moment bestehen und wo es zusätzliche und aktualisierte Informationen gibt.

Transportmittel in Paris: Die Metro fährt normal. Einzig die Haltestelle Oberkampf, wo sich die Linien 5 und 9 kreuzen, ist noch geschlossen. Die Station befindet sich unmittelbar neben dem Club Bataclan, der von den Terroristen angegriffen worden war. Die betreffenden Linien fahren in beiden Richtungen ohne Halt an der Station vorbei. An den SNCF-Bahnhöfen ist aufgrund der höheren Sicherheitsvorkehrungen und der häufigeren Kontrollen mit mehr Zeitaufwand beim Reisen zu rechnen. Der Taxidienst Uber meldet eine hohe Nachfrage. Die Tarife würden aber nicht angehoben – wie es sonst gemäss Uber-Geschäftsmodell üblich wäre.

Reisen und Tickets: Die Reiseveranstalter Hotelplan und Kuoni boten kostenlose Stornierungen und Umbuchungen für Reisen nach Paris bis gestern an. Bei der Swiss sowie den anderen Lufthansa-Gesellschaften waren kostenlose Umbuchungen bis und mit Abflugdatum heute möglich, unabhängig von der bezahlten Buchungsklasse. Bei Easyjet können Flüge von und nach Frankreich noch bis zum 20. November auf spätere Termine innerhalb des nächsten halben Jahres verschoben werden. Bei TUI sind Umbuchungen und Stornierungen noch bis Freitag möglich – allerdings gilt als Voraussetzung, dass die Kunden eine Annullationsversicherung abgeschlossen haben. Bei den Zügen und Flügen von und nach Paris gab es heute Vormittag keine nennenswerten Verzögerungen. Bei den SBB können bereits gebuchte Tickets bis auf weiteres storniert werden. Man werde bei besonderen Umständen auch viel später noch kulant bleiben.

Sicherheit und Kontrollen: Generell sollten Reisende und Touristen mehr Zeit einplanen, da es zu zusätzlichen Kontrollen kommen könnte. Die Gepäckaufbewahrung ist laut verschiedenen Medienberichten in den Bahnhöfen vorläufig nicht möglich.

Museen und Monumente: Heute Dienstag sind diverse Sehenswürdigkeiten und Museen nach wie vor geschlossen oder nur mit zeitlichen Einschränkungen geöffnet. Das Fremdenverkehrsbüro führt eine Liste mit einer Übersicht zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten (vom Arc de Triomphe über das Musée d’Orsay bis zu den Tours Notre-Dame). Die Liste wird laufend aktualisiert. Die französischsprachige Version scheint besser à jour zu sein als die englische.

Vergnügungsparks, Zoos: Sowohl das Disneyland ausserhalb von Paris wie auch der Zoo de Vincennes und das Aquarium de Paris bleiben gemäss dem letzten Stand bis und mit Mittwoch geschlossen.

Shopping: Die grossen Warenhäuser (Galeries Lafayette, Bon Marché usw.) sind wieder normal geöffnet.

Reisehinweise: Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat die Reisehinweise am 15. November angepasst. «Halten Sie sich über die Medien auf dem Laufenden, und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden», lautet die Empfehlung, ergänzt um Links und Twitter-Accounts von Pariser Behörden.

Updates: Das Pariser Fremdenverkehrsbüro hat eine Notfall-Hotline für Touristen eingerichtet unter der Telefonnummer +33 1 45 50 34 60. Für zusätzliche Informationen und Updates wird empfohlen, dem Twitter-Account «Paris je t’aime» zu folgen.

Auswirkungen auf übriges Frankreich: An den Schweizer Grenzübergängen zu Frankreich war gestern von Verzögerungen die Rede wegen verschärfter Kontrollen. Dasselbe am Euro-Airport in Basel-Mülhausen, wo seitens Frankreich ebenfalls verstärkte Kontrollen angeordnet worden sind, wie die «Basellandschaftliche Zeitung» berichtet. Laut Grenzwachtkorps gab es an den Übergängen in Basel heute keinen «nennenswerten Rückstau oder besondere Wartezeit».

Unterkünfte: Airbnb vermittelt weiterhin kostenlose Notfallunterkünfte. (map)

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