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Dell überbietet HP im Kampf um 3PAR

New York Im Milliardenpoker um den Datenspeicher- Spezialisten 3PAR hat der US-Computerriese Dell seinen Erzrivalen Hewlett-Packard übertrumpft.

Der drittgrösste PC-Hersteller stockte sein Angebot knapp über die Offerte des Weltmarktführers von ebenfalls rund 1,6 Milliarden auf. Die 3PAR-Führung akzeptierte den Vorstoss am Donnerstag. Allerdings hatte sie auch schon in der vergangenen Woche das erste Dell-Angebot von 1,2 Mrd. Dollar unterstützt, bevor HP überraschend 400 Millionen mehr auf den Tisch legte. Abzuwarten bleibt nun, wie HP auf den Dell-Gegenschlag beim Positionskampf im zukunftsträchtigen Geschäft mit Internet-Computerdiensten reagiert. Dell hob sein Angebot um gut ein Drittel auf 24,30 Dollar je 3PAR- Aktie an. Das sind 30 Cent je Aktie mehr als HP. 3PAR erklärte, das Direktorium sei weiter einstimmig für das Dell-Angebot. Branchenexperten hatten zuletzt mehrheitlich mit ein oder zwei weiteren Offerten und letztlich mit einem Angebotspreis von 29 Dollar je Aktie gerechnet. Damit würde 3PAR mit annähernd zwei Milliarden Dollar bewertet. In der eng verknüpften Technologiebranche sind Bieterschlachten allerdings eher selten. Meist werden Übernahmen hinter verschlossenen Türen abgewickelt. Besondere Bedeutung Für Dell ist 3PAR im Kampf um das lukrative Geschäft mit Rechnerdiensten aus dem Internet auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil der Konzern im Gegensatz zu Rivalen wie HP stärker von PC-Verkäufen an Geschäftskunden abhängig ist. 3PAR ist spezialisiert auf Angebote für das sogenannte «Cloud Computing», das für die nächste Revolution in der Computerwelt steht. Die Branche wittert darin das Geschäft der kommenden Jahre: Daten, Programme und selbst die Prozessorleistung des Schreibtisch- PCs sollen in vernetzte Rechenzentren verlegt werden. Unternehmen versprechen sich davon Einsparungen. Für den einzelnen Nutzer wird die Leistungsfähigkeit des eigenen Computers unwichtiger. Die Anbieter von «Cloud Computing» setzen darauf, dass sie mit Software und Dienstleistungen höhere Renditen erzielen können als im umkämpften Geschäft mit Hardware. Andere IT-Riesen wie IBM und Cisco investieren ebenfalls kräftig in diese Technologie. HP schlug auch schon wieder zu: Der Konzern gab am Dienstag den Kauf der Software-Firma Stratavia bekannt, die Anwendungen für «Cloud Computing» entwickelt. Wieviel HP für Stratavia ausgibt, wurde nicht genannt.

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