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Die Jagd auf Datendiebe

Die Bundesanwaltschaft verfolgt neuerdings mit Hochdruck Bankangestellte, die interne Kundendaten ins Ausland verkaufen. Vier Fälle sind hängig.

Bankkundendaten gestohlen und ins Ausland verkauft: Hauptsitz der Julius Bär in Zürich.
Bankkundendaten gestohlen und ins Ausland verkauft: Hauptsitz der Julius Bär in Zürich.
Allessandro della Bella, Keystone

Ein Journalist und keine Zuschauer wohnten im April 2009 einem Prozess vor dem Basler Appellationsgericht gegen einen abtrünnigen Banker bei. Mit anderen Worten: Kein Mensch interessierte sich noch vor gar nicht allzu langer Zeit für ein Verfahren wegen wirtschaftlichen Nachrichtendiensts und die Verletzung des Bankgeheimnisses. Ein Anlageberater hatte sich bei seinem Abgang bei der Basler Kantonalbank 400 Datensätze über Privatkunden nach Hause in Baselbiet geschickt. Informationen daraus gab er später deutschen Steuerfahndern preis. Das kaum beachtete Verdikt für den Berater, der als Betrüger vorbestraft war: eine Zusatzstrafe von drei Monaten Haft unbedingt.

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