Zum Hauptinhalt springen

Die Migros überwacht Kunden – wie, will sie nicht verraten

22 Diebstähle an verschiedenen Kassen, über Monate verteilt. Dass die Migros sie einer Kundin zuordnen kann, wirft juristische Fragen auf.

Wer das Self-Scanning bei der Migros nutzt, willigt ein, dass seine Einkaufs-, Personen- und Stichprobendaten gespeichert werden. Foto: Branko de Lang (Keystone)
Wer das Self-Scanning bei der Migros nutzt, willigt ein, dass seine Einkaufs-, Personen- und Stichprobendaten gespeichert werden. Foto: Branko de Lang (Keystone)

Sie gibt es offen zu: «Wenn ich in der Migros an der Self-Check-out-Kasse bezahlen muss, bezahle ich nicht alles.» Das erzählt eine Migros-Kundin, die anonym bleiben möchte. Die Filiale, in der sie ihre Einkäufe tätigt, sei klein und das Personal an den Kassen mittlerweile so weit abgebaut, dass oft nur eine Kasse besetzt sei. Dort bilde sich dann eine lange Schlange. Aus Zeitgründen benutze sie den Self-Check-out. Obwohl sie dem neuen Bezahlsystem wenig abgewinnen kann. Dass die Migros den gesamten Bezahlvorgang an den Kunden abdelegiert, findet sie nicht richtig. «Dafür, dass ich die Arbeit des Migros-Personals gratis übernehme, gewähre ich mir einen Rabatt beim Einkauf», sagt sie.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.