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Ein Kassenwechsel lohnt sich meistens

Bis zum 30. November haben Sie Zeit, die obligatorische Grundversicherung zu kündigen und eine günstigere Variante zu wählen. Ein Wechsel kann mit vielen Fragen verbunden sein.

Gut versorgt sein: Jetzt ist wieder Zeit, sich mit der Wahl der passenden Krankenkasse zu befassen.
Gut versorgt sein: Jetzt ist wieder Zeit, sich mit der Wahl der passenden Krankenkasse zu befassen.
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Die Krankenkassenprämien steigen im nächsten Jahr moderat: Laut dem Bundesamt für Gesundheit wird die mittlere Prämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 2019 um 1,2 Prozent teurer werden. In den letzten 10 Jahren ist sie pro Jahr durchschnittlich um 3,5 Prozent gestiegen. Trotz des geringeren Anstiegs wächst also nächstes Jahr die finanzielle Belastung der Privathaushalte.

Ein regelmässiger Vergleich der Grundversicherungsprämien lohnt sich darum auf jeden Fall. Viele Versicherte zahlen zu hohe Krankenkassenprämien. Ein Wechsel der Krankenkasse ist bis zum Freitag, 30. November, möglich. Das Kündigungsschreiben muss bis zu diesem Zeitpunkt eingeschrieben bei der Krankenkasse eintreffen. Mit dem Wechsel lässt sich viel Geld sparen.

Günstiger ist nicht schlechter

Die Grundversicherung ist für alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz obligatorisch. Die Krankenkassen verlangen unterschiedlich hohe Prämien für die Grundversicherung, und sie unterliegen einem Aufnahmezwang. Sie müssen also von Gesetzes wegen jeden Versicherten aufnehmen, unabhängig von Alter oder bestehenden Gesundheitsleiden. Der Wechsel ist allerdings nur gültig, wenn beim alten Versicherer sämtliche offenen Rechnungen bezahlt wurden.

Wichtig zu wissen ist: Die günstigeren Kassen bieten nicht schlechtere Leistungen an. Denn die medizinischen Leistungen der Grundversicherung sind gesetzlich vorgegeben und überall gleich. Die Krankenkassen bemessen ihre Prämien aufgrund ihrer wirtschaftlichen Effizienz und ihrer unterschiedlichen Risikostrukturen. Ein Kassenwechsel bedeutet also keinen Unterschied bei der Versicherungsdeckung für Unfall, Mutterschaft oder Krankheit. Die Servicequalität kann jedoch je nach Anbieter variieren.

Kein Aufnahmezwang

Das Gesagte gilt nur für die obligatorische Grundversicherung. Zusatzversicherungen sollten nicht gekündigt werden, bis man eine neue abgeschlossen hat. Im Unterschied zur Grundversicherung unterliegen die Krankenkassen bei den Zusatzversicherungen keinem Aufnahmezwang. Ein Wechsel ist nur in gesundem Zustand und unter der Berücksichtigung einer Kündigungsfrist von drei respektive sechs Monaten­ je nach Krankenkasse möglich.

Die Grund- und die Zusatzversicherung kann man bei zwei verschiedenen Kassen abschliessen. Sparen lässt sich auch mit der Wahl der richtigen Franchise: Wer bereits weiss, dass nächstes Jahr teure Spitalkosten entstehen werden, sollte eine Police mit der tiefsten Franchise-Stufe von 300 Franken wählen. Das Gleiche gilt für jene, die oft zum Arzt gehen und regelmässig Medikamente einnehmen müssen. Es gilt diese grobe Faustregel: Bei Krankheitskosten von über 1700 Franken pro Jahr ist laut dem VZ Vermögenszentrum die Franchise von 300 Franken am sinnvollsten.

Die Schwelle ist aber von Kasse zu Kasse und von Prämienregion zu Prämienregion unterschiedlich. Will man es genau wissen, kann man auf der Internetplattform www.priminfo.ch die für einen ideale Franchise suchen. Experten raten Versicherten, sich entweder für die geringste Franchise von 300 Franken oder für die höchste von 2500 Franken zu entscheiden.

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